29 June 2026, 02:14

Solingen atmet auf: Bund übernimmt 80 Prozent der Mehrausgaben für Pflichtaufgaben

CDU Solingen begrüßt Bundes-Länder-Einigung: "Wer befiehlt, muss auch bezahlen"

Solingen atmet auf: Bund übernimmt 80 Prozent der Mehrausgaben für Pflichtaufgaben

Solingen steht vor einer jährlichen finanziellen Belastung von rund 74,5 Millionen Euro durch unfinanzierte Pflichtaufgaben. Die CDU-Fraktion im Stadtrat sieht in einer jüngsten Vereinbarung nun einen entscheidenden Schritt zur Entlastung der kommunalen Haushalte. Für die Stadt könnte dies eine spürbare Erleichterung im Kampf gegen chronisch klammere Kassen bedeuten.

Als „historischen Durchbruch“ wertet die Solinger CDU die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzler Friedrich Merz vom 25. Juni. Jahrelang mussten Kommunen die Kosten für ihnen übertragene Aufgaben ohne ausreichende Erstattung schultern – eine Praxis, die vor allem durch steigende Sozialausgaben viele Haushalte an den Rand der Überlastung brachte.

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Kernstück der Einigung ist das Verursacherprinzip: Künftig muss die Instanz, die neue Verpflichtungen beschließt, auch die damit verbundenen Kosten tragen. Zudem begrüßt die CDU, dass kommunale Spitzenverbände bereits in der Planungsphase neuer Gesetze bei der Kostenabschätzung einbezogen werden.

Konkrete Entlastung bringt die Regelung, dass der Bund 80 Prozent der Mehrausgaben übernimmt, die durch neue oder geänderte Bundesgesetze entstehen. Die CDU spricht von einem „klaren Erfolg“ und will die Verwaltung zusätzlich durch Digitalisierung und die Zusammenlegung standardisierter Abläufe effizienter gestalten.

Ziel des Pakets ist es, den finanziellen Druck auf Städte wie Solingen zu verringern. Mit der Bundesbeteiligung an 80 Prozent der Zusatzkosten könnten Kommunen wieder Spielraum für dringende Investitionen und den Erhalt ihrer Handlungsfähigkeit gewinnen. Die CDU betont, dass man weiterhin darauf achten werde, dass Solingen seine wichtigsten Vorhaben finanzieren und die Daseinsvorsorge sichern kann.

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