26 April 2026, 02:08

Solarausbau in Deutschland bremst 2025 deutlich ein – NRW besonders betroffen

Eine Liniengrafik, die die Stromerzeugung aus Wind und Solar in Deutschland zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Solarausbau in Deutschland bremst 2025 deutlich ein – NRW besonders betroffen

Deutschlands Solarausbau verliert im ersten Halbjahr 2025 an Fahrt

Neue Daten zeigen einen Rückgang beim Zubau von Photovoltaik-Kapazitäten in mehreren Bundesländern, wobei Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen besonders deutliche Einbrüche verzeichnen. Auch bundesweit zeichnet sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein negativer Trend ab.

In den ersten sechs Monaten des Jahres 2025 wurden in Deutschland Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von 7.347 Megawatt neu installiert – ein Rückgang um 11,5 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum 2024, als der Zubau noch rund 7.550 Megawatt betrug. Bis August 2024 war die Gesamtleistung laut Bundesnetzagentur auf etwa 8.300 Megawatt gestiegen.

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Baden-Württemberg mit moderaterem Rückgang Baden-Württemberg verzeichnete im ersten Halbjahr 2025 einen Rückgang um 9,5 Prozent und lag damit leicht über dem Bundesschnitt. Anfangs wurde der Zubau mit 988 Megawatt gemeldet, doch die Landesinitiative LEE NRW korrigierte die Zahl bis Ende Juli auf 1.039 Megawatt – 51 Megawatt mehr als zunächst angenommen. Spitzenreiter im Land war der Landkreis Biberach mit 127 Megawatt, vor allem dank einer 80-Megawatt-Freiflächenanlage in Langenenslingen.

Nordrhein-Westfalen mit starkem Einbruch In Nordrhein-Westfalen fiel der Rückgang deutlich stärker aus: Der Zubau halbierte sich nahezu. Die LEE NRW bestätigte lediglich 940 Megawatt neue Leistung – ein Minus von 20 Prozent gegenüber 2024. Bayern verzeichnete hingegen nur einen leichten Rückgang von etwa 2 Prozent, wobei nachgemeldete Daten die endgültigen Zahlen noch beeinflussen könnten.

Vorsichtige Prognose für das Gesamtjahr Die aktuellen Zahlen bestätigen eine klare Verlangsamung beim Solarausbau im ersten Halbjahr 2025. Während der Rückgang in Baden-Württemberg weniger stark ausfiel als befürchtet, musste Nordrhein-Westfalen einen deutlichen Einbruch hinnehmen. Die bundes- und landesweiten Trends deuten auf eine verhaltene Entwicklung für den Rest des Jahres hin.

Quelle