Snowboarder nach nächtlicher Irrfahrt in Garmisch-Partenkirchen gerettet
Tobias ZimmermannSnowboarder verläuft nachts in den Bergen - gerettet - Snowboarder nach nächtlicher Irrfahrt in Garmisch-Partenkirchen gerettet
Ein 21-jähriger Snowboarder aus Aachen wurde spät in der Nacht gerettet, nachdem er sich auf der Garmisch-Classic-Piste verlaufen hatte. Sein Freund schlug gegen 20:40 Uhr Alarm und löste damit eine großangelegte Suchaktion unter eisigen Bedingungen aus.
Der Mann war beim Snowboarden falsch abgebogen und geriet in ein ihm unbekanntes Tal. Mit fast leerem Handyakku gelang es ihm noch, seinen letzten bekannten Standort zu übermitteln, bevor das Gerät ausschaltete. Anschließend folgte er dem schwachen Licht einer Wanderlampe und fand Unterschlupf in einer unbewohnten Alpenhütte.
Ein Rettungsteam wurde umgehend zusammengestellt, darunter der Bergrettungsdienst Garmisch-Partenkirchen, die alpine Einsatzgruppe der Grenzpolizei Murnau sowie örtliche Polizeikräfte. Kurz vor Mitternacht entdeckte die Besatzung eines Polizeihubschraubers den Vermissten in der Nähe der Hütte. Er litt an leichter Unterkühlung, war aber sonst unverletzt.
Nach der Bergung per Helikopter wurde er zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Der junge Mann entschuldigte sich später bei den Rettungskräften für den Aufwand, den seine Bergung verursacht hatte.
Die Aktion endete erfolgreich, ohne dass schwere Verletzungen gemeldet wurden. Die schnelle Reaktion des Snowboarders, seinen Standort zu teilen, half den Rettern, seine Position im schwierigen Gelände zu lokalisieren. Die Behörden gaben keine weiteren Details über das genaue Gebiet bekannt, in dem der Mann abhandengekommen war.
