Siemens Mobility baut riesige Zugmontagehalle am Duisburger Logport I
Neues Großmontagewerk in Duisburg: Siemens Mobility baut am Logport I
Am Duisburger Logport I entsteht eine neue Großmontagehalle mit 200.000 Quadratmetern Fläche. Das Werk wird künftig als Produktionsstandort für Siemens Mobility dienen und markiert damit einen bedeutenden Wandel in der industriellen Nutzung des Hafens. Lokale Politiker und Wirtschaftsfunktionäre begrüßen das Vorhaben als wichtigen Impuls für den Logistikstandort Duisburg.
Hintergrund des Projekts ist die beengte Platzsituation am Siemens-Standort Uerdingen. Im neuen Werk sollen künftig Regionalzüge montiert werden. Die Halle verfügt über fünf Hallenkrane, zwei 223 Meter lange Gleise sowie zwei 200 Meter lange Wartungsgruben. Anders als bisherige Logistikzentren wird es sich hier um eine vollwertige Fertigungsstätte handeln, wie Matthias Wittemer von Siemens Mobility betont.
Das Vorhaben löst zudem langjährige Herausforderungen am Duisport. Die bestehenden Längs- und Querhallen – eine davon wird derzeit für Verpackungslogistik genutzt – sind sanierungsbedürftig. Duisport-Chef Markus Bangen sieht in dem Projekt eine Chance, das Image des Hafens aufzuwerten und messbaren Mehrwert zu schaffen. Er verwies auf die Entwicklung des Gebiets seit dem Ende der Stahlära in den frühen 2000er-Jahren.
Auch die Stadt steht hinter dem Vorhaben. Oberbürgermeister Sören Link bezeichnete es als "positiven Schritt für Duisburg". Der Duisport verspricht zudem, dass die direkte Gleisanbindung der Halle den Lkw-Verkehr innerhalb des Logport I reduzieren wird – ein Gewinn für Effizienz und Umwelt.
Die neue Halle zählt zu den größten Industrieprojekten der letzten Jahre in Duisburg. Ihr Fokus auf Zugmontage statt reiner Logistik hebt sie von früheren Vorhaben ab. Mit dem bereits laufenden Bau soll der Standort eine Schlüsselrolle für die industrielle und verkehrstechnische Zukunft der Stadt einnehmen.