Sechs Großstädte stimmen mit klarer Mehrheit für Olympia 2036 im Rhein-Ruhr-Gebiet
Tobias ZimmermannSechs Großstädte stimmen mit klarer Mehrheit für Olympia 2036 im Rhein-Ruhr-Gebiet
Sechs große deutsche Städte haben sich mit überwältigender Mehrheit für die Austragung der Olympischen Spiele 2036 ausgesprochen. Bei den am Wochenende abgehaltenen Bürgerentscheiden zeigte sich eine starke öffentliche Unterstützung – in jeder Stadt stimmten mehr als 60 Prozent der Wähler für das Vorhaben. Die Ergebnisse markieren einen wichtigen Schritt für die Bewerbung der Region "Köln-Rhein-Ruhr", eine von vier deutschen Kandidaten, die sich um die Ausrichtung der Spiele bewerben.
In Kiel sprachen sich 63,5 Prozent der Wähler für den Antrag aus, während 36,5 Prozent dagegen stimmten. Rund 1,4 Millionen Menschen in den beteiligten Städten nahmen an der Abstimmung teil. Besonders hoch fiel die Zustimmung in Gelsenkirchen aus, wo 74,2 Prozent der Wähler zustimmten.
Aachen verzeichnete mit 76,3 Prozent die höchste Zustimmung. Mönchengladbach folgte dicht dahinter mit 74,4 Prozent. Auch Köln, Düsseldorf und Essen lieferten klare "Ja"-Stimmen und unterstrichen damit die regionale Begeisterung für das Projekt.
Hendrik Wüst, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, bestätigte, dass insgesamt etwa zwei Drittel der Wähler die Bewerbung unterstützen. München hatte bereits in einem früheren Bürgerentscheid die öffentliche Rückendeckung gesichert. Hamburg wiederum wird am 31. Mai über das Vorhaben abstimmen.
Die Bürgerentscheide bestätigen die breite öffentliche Unterstützung für die olympische Bewerbung der Region "Köln-Rhein-Ruhr". Mit sechs Städten, die nun an Bord sind, geht der Vorschlag als einer der führenden deutschen Anwärter in die nächste Runde. Der weitere Verlauf hängt von der anstehenden Abstimmung in Hamburg sowie von weiteren Bewertungen durch die Olympischen Offiziellen ab.






