03 February 2026, 22:36

Scholz verpasst Weiberfastnacht wegen EU-Industriegipfel – ein persönlicher Verzicht

Ein Plakat, das ein Bierfest in Deutschland ankündigt und eine Gruppe von Menschen zeigt, einige halten Biergläser in der Hand, im Hintergrund ein Fass und deutscher Text unten.

Scholz verpasst Weiberfastnacht wegen EU-Industriegipfel – ein persönlicher Verzicht

Bundeskanzler Olaf Scholz wird in diesem Jahr die Feierlichkeiten zu Weiberfastnacht verpassen – Grund ist ein wichtiger politischer Termin. Das Fest, tief verwurzelt in der rheinischen Tradition, markiert den Auftakt der Straßenkarnevals-Saison. Scholz, der eine persönliche Verbindung zu diesem Anlass hat, wird stattdessen in der Nähe von Brüssel an einer Strategiekonferenz zur europäischen Industriepolitik teilnehmen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Weiberfastnacht hat seinen Ursprung im 19. Jahrhundert, als Wäscherinnen im Rheinland gegen die von Männern dominierten Zünfte rebellierten. Seit 1824 steht der Tag symbolisch für weibliche Führungsrollen in der Karnevalstradition, insbesondere in Köln, wo die offiziellen Feiern am Donnerstag vor Rosenmontag um 11:11 Uhr beginnen. Das Fest bleibt bis heute ein lebendiger Ausdruck regionaler Identität und historischer Emanzipation der Frauen.

Scholz wurde am 11. November 1955 geboren – ein Datum, das er mit der Bedeutung des Karnevals verbindet. Seine rheinische Großmutter aus Andernach stärkt zudem seine Verbindung zur Tradition. Die Wurzeln des Kanzlers im Sauerland, das einst zum Kurfürstentum Köln gehörte, verbinden ihn sowohl mit dem Karneval als auch mit Schützenfesten.

In den Jahren 1977, 1988 und 1999 fielen Scholz' Geburtstage auf runde Alterszahlen: 22, 33 und 44 Jahre. Doch in diesem Jahr wird er Weiberfastnacht in einer nicht öffentlichen Sitzung zur Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie verbringen. Später am Tag plant er Treffen mit Teilen des Bundeskabinetts.

Scholz' Abwesenheit bei den Feierlichkeiten unterstreicht den Konflikt zwischen politischen Pflichten und kulturellen Traditionen. Während das Treffen in Brüssel industrielle Herausforderungen thematisiert, bleibt Weiberfastnacht ein zentraler Bestandteil des rheinischen Kulturerbes. Der Terminplan des Kanzlers spiegelt die Gratwanderung zwischen Regierungsarbeit und persönlicher Verbundenheit mit regionalen Bräuchen wider.