Schalke 04 diskutiert umstrittene Rückkehr von Tönnies als Ehrenpräsident
Hannah PetersEhemaliger Schalke-Boss Tönnies Versteht Proteste Gegen Ihn Nicht - Schalke 04 diskutiert umstrittene Rückkehr von Tönnies als Ehrenpräsident
FC Schalke 04 erwägt die Rückkehr von Clemens Tönnies als Ehrenpräsident – fast sechs Jahre nach seinem Rücktritt wegen Rassismusvorwürfen. Der Vorschlag, der auf der Mitgliederversammlung im Juli 2026 zur Abstimmung stehen soll, hat bereits heftigen Widerstand unter den Anhängern ausgelöst. Bei einem Spiel im Februar brachen Proteste aus, bei denen Fans Transparente mit Ablehnungen seiner möglichen Ernennung zeigten.
Der Streit begann, als die Bild Anfang 2026 berichtete, die Schalke-Führung prüfe Tönnies für die Ehrenpräsidentschaft. Dies markiert eine Kehrtwende gegenüber 2020, als er nach massiver Kritik wegen rassistischer Äußerungen und interner Konflikte zurücktrat. Die organisierte Fanszene, die seit Langem mit Tönnies im Clinch liegt, reagierte umgehend.
Beim Auswärtsspiel in Dresden im Februar 2026 entrollten Ultras Banner mit Botschaften wie "Keine Ehrenpräsidentschaft für den Ehrlosen. Verpiss dich, Tönnies!". Die Proteste sollten eine offizielle Rückkehr verhindern. Tönnies hingegen tat den Widerstand als das Werk einer lauten Minderheit ab und behauptete, dieser störe ihn nicht.
In Interviews fragte er, warum der Widerstand gerade jetzt aufkomme, wo er das Angebot noch gar nicht ernsthaft in Erwägung gezogen habe. Gleichzeitig rief er die Fans dazu auf, sich auf Schalkes Aufstiegskampf in die Bundesliga zu konzentrieren, statt über die Ehrenpräsidentschaft zu streiten.
Die endgültige Entscheidung liegt bei der Mitgliederversammlung am 18. Juli 2026. Tönnies' mögliche Rückkehr hat die Gräben zwischen Vereinsführung und Fangemeinde weiter vertieft. Das Ergebnis wird zeigen, ob er eine offizielle Rolle zurückerhält oder durch den anhaltenden Widerstand isoliert bleibt.
