"Runder Tisch gegen Gewalt" im Kreis Steinfurt weitet seinen Kampf aus
Jana Herrmann"Runder Tisch gegen Gewalt" im Kreis Steinfurt weitet seinen Kampf aus
Langjähriges Netzwerk gegen Gewalt im Kreis Steinfurt tritt mit neuem Namen auf
Der "Runde Tisch gegen häusliche Gewalt" firmiert nun unter dem Namen "Runder Tisch gegen Gewalt Kreis Steinfurt". Mit der Umbenennung spiegelt das Bündnis seine erweiterte Ausrichtung wider, die über häusliche Gewalt hinaus auch andere Formen von Gewalt einbezieht.
Ursprünglich gegründet, um sich der Bekämpfung häuslicher Gewalt zu widmen, spielten Agnes Denkler und Sabrina Veer dabei von Anfang an eine zentrale Rolle. Im Laufe der Zeit weitete das Netzwerk seine Arbeit auf sexualisierte Gewalt und gewaltbezogene Vorfälle an Schulen aus. Die Entscheidung für den neuen Namen fiel nach intensiven Beratungen aller Mitglieder, die sich einstimmig für die breitere Ausrichtung aussprachen.
Mittlerweile umfasst das Netzwerk mehr als 50 Akteurinnen und Akteure aus verschiedenen Bereichen. Dazu zählen Frauenhäuser, Beratungsstellen, Polizei, Gerichte, Jugendämter, der Weiße Ring sowie Angebote zur Unterstützung von Prostituierten beim Ausstieg. Weitere Partner sind die Mathias-Spital-Klinik in Rheine, Teams der Jugendhilfe und diverse Beratungszentren. Auch Vertreter der Kreisverwaltung, des Jobcenters und der Kommunen im Kreis Steinfurt bringen sich in die Arbeit ein.
Auf der Website des Netzwerks finden Interessierte Informationen zu den Aktivitäten sowie zur diesjährigen Fachtagung, die sich mit der Resozialisierung von Tätern befasst – ein Zeichen für den ganzheitlichen Ansatz aus Prävention und Intervention.
Mit dem neuen Namen wächst das Netzwerk weiter und setzt sich gegen ein breiteres Spektrum gewalttätigen Verhaltens ein. Die erweiterte Mitgliedschaft und der aktualisierte Fokus sollen die Unterstützung im gesamten Kreis Steinfurt stärken. Wer Hilfe sucht oder sich engagieren möchte, findet online weitere Details zu den Angeboten und anstehenden Veranstaltungen.
