Rouven Schröder wird neuer Sportdirektor bei Borussia Mönchengladbach – mit ungewöhnlicher Finanzspritze
Jana HerrmannRouven Schröder wird neuer Sportdirektor bei Borussia Mönchengladbach – mit ungewöhnlicher Finanzspritze
Borussia Mönchengladbach hat mit Rouven Schröder mitten in der Saison einen neuen Sportdirektor verpflichtet. Der 48-Jährige verließ RB Salzburg nach nur zehn Monaten im Amt – obwohl er dort einen Vierjahresvertrag unterzeichnet hatte. Sein Wechsel zu Gladbach wird von ungewöhnlicher finanzieller Unterstützung sowohl des Vereins als auch des Hauptsponsors Flatex begleitet.
Schröders Transfer gestaltete sich dabei alles andere als einfach. Salzburg hatte eine höhere Abfindung gefordert, als Gladbach zunächst bieten wollte. Um seinen Wechsel durchzusetzen, sprang Schröder persönlich ein und gleicht die Differenz zwischen den Forderungen der beiden Clubs aus eigener Tasche aus. Diese finanzielle Geste überzeugte Gladbachs Führung von seinem Engagement.
Sein Abschied sorgte in Salzburg für Unmut, wo man mit einem längeren Verbleib gerechnet hatte. Schröder war erst im März 2023 zu den Österreichern gestoßen, verließ den Verein aber noch vor Ablauf eines vollen Jahres. Trotz der kurzen Amtszeit war sein Wille, zu Gladbach zu wechseln, unübersehbar. Auch der Verein und Sponsor Flatex steuerten ihren Teil bei, indem sie Sponsoring-Zahlungen vorzogen. Damit wurde Schröders Abfindung finanziert und der Übergang erleichtert.
Nun steht der neue Sportdirektor vor unmittelbaren Herausforderungen: die Gestaltung des Wintertransferfensters und die Führung wichtiger Vertragsverhandlungen.
Schröders Verpflichtung stärkt die Führungsetage Gladbachs in einer entscheidenden Phase. Seine aktive Rolle bei der Finanzierung des Wechsels unterstreicht die klare Absicht beider Seiten. Der Verein setzt nun auf ihn, um die anstehende Transferperiode zu meistern und die sportliche Ausrichtung zu stabilisieren.
