Rheinmetall erhält Millionenauftrag für Skyranger-35 – doch die Aktie bleibt unter Druck
Tim PetersRheinmetall erhält Millionenauftrag für Skyranger-35 – doch die Aktie bleibt unter Druck
Rheinmetall sichert Großauftrag in Europa im Wert von mehreren hundert Millionen Euro für Skyranger-35-Luftabwehrsysteme
Trotz der Bedeutung des Deals ist der Aktienkurs des Konzerns in einem volatilen Rüstungsmarkt gesunken. Analysten zeigen sich jedoch optimistisch hinsichtlich des langfristigen Potenzials.
Der Auftrag umfasst die Produktion der Skyranger-35-Systeme, die auf dem Fahrgestell des Leopard-1 montiert werden. Diese Systeme sind stark nachgefragt – auch von der deutschen Bundeswehr. Die Fertigung erfolgt bei Rheinmetall Italia SpA in Rom.
Die Finanzierung des Geschäfts stammt aus einem EU-Mitgliedstaat im Rahmen des „Windfall-Profit-Mechanismus“ für die Ukraine. Dennoch fiel die Markt Reaktion verhalten aus: Trotz solider Unternehmensdaten gab der Rheinmetall-Kurs nach. Aktuelle Analysen von Oktober 2025 bis Januar 2026 signalisieren jedoch breites Vertrauen in die Aktie. Zehn von elf Wall-Street-Analysten stufen sie als „Kauf“ ein, mit einem durchschnittlichen Kursziel von etwa 2.176 Euro. Das entspricht einem möglichen Aufwärtspotenzial von rund 40 Prozent gegenüber den Werten von Anfang Januar 2026.
Der Skyranger-35-Auftrag unterstreicht Rheinmetalls Rolle in der europäischen Verteidigung, doch die Marktstimmung spiegelt diesen Erfolg bisher nicht wider. Bei überwiegender „Kauf“-Empfehlung der Analysten bleibt die Zukunftsprognose des Unternehmens positiv – trotz kurzfristiger Schwankungen. Die Finanzierung über den EU-Ukraine-Unterstützungsmechanismus hebt zudem die strategische Bedeutung des Deals hervor.
