Revolutionäre Algenfasern: Wie Algacore die Textilbranche nachhaltig verändert
Jana HerrmannRevolutionäre Algenfasern: Wie Algacore die Textilbranche nachhaltig verändert
Das Algacore-Projekt sichert fast eine Million Euro für die Entwicklung nachhaltiger Textilfasern aus Algen
Das Algacore-Projekt hat fast eine Million Euro an Fördergeldern erhalten, um nachhaltige Textilmaterialien auf Algenbasis zu entwickeln. Die Initiative zielt darauf ab, eine umweltfreundliche Alternative zu herkömmlicher Baumwolle und synthetischen Fasern zu schaffen. Unterstützt wird das Vorhaben vom EXIST-Forschungstransfer, einem Förderprogramm der deutschen Bundesregierung für innovative Gründungen aus Hochschulen.
Die Textilbranche steht unter zunehmendem Druck, sich zu wandeln. Der Anbau von Baumwolle erfordert große Mengen an Wasser, Flächen und Pestiziden, während synthetische Fasern auf endliche Ressourcen zurückgreifen und oft Mikroplastik freisetzen. Diese Herausforderungen treiben die Nachfrage nach natürlichen, nachhaltigen Alternativen voran.
Algacore, geleitet von Leon Blanckart, geht dieses Problem an, indem es eine neue Faserquelle aus Süßwasseralgen erschließt. Ziel ist es, zu beweisen, dass erneuerbare Materialien sowohl umweltverträglich als auch für die industrielle Nutzung geeignet sein können. Begleitet wird das Projekt von den Professorinnen Ellen Bendt und Dr. Groten vom Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik.
Das EXIST-Forschungstransfer-Programm, getragen vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, fördert vielversprechende, technologiebasierte Ausgründungen aus Universitäten. Algacore erhält für eine Laufzeit von 18 Monaten rund 968.000 Euro.
Das Projekt könnte eine nachhaltigere Grundlage für die Textilproduktion schaffen. Durch den Einsatz von Algen als Rohstoff ließe sich die Abhängigkeit von ressourcenintensiver Baumwolle und erdölbasierten Synthetikfasern verringern. Mit der Förderung und fachlichen Unterstützung soll aus dieser Innovation eine marktfähige Industrie-Lösung werden.






