14 April 2026, 10:09

Remscheid erklärt der Poser-Szene mit harten Strafen den Kampf

Eine belebte Stadtstraße mit parkenden Autos auf einem Parkplatz neben hohen Gebäuden, beleuchtet von Straßenlaternen, mit einigen Fußgängern und dem Himmel im Hintergrund.

Remscheid erklärt der Poser-Szene mit harten Strafen den Kampf

Remscheid verschärft das Vorgehen gegen die Poser-Szene

Die Stadt Remscheid unternimmt neue Schritte, um die lokale Poser-Auto-Szene einzudämmen. Der Stadtrat plant die Einführung eines "Versammlungsverbots" auf öffentlichen Parkplätzen, um Treffen zu unterbinden, bei denen Anwohner durch laute Musik und aufheulende Motoren belästigt werden. Es ist bereits der zweite Versuch innerhalb von drei Jahren, das Problem in den Griff zu bekommen.

Die Poser-Szene, die sich vor allem im Stadtteil Lennep tummelt, sorgt seit Langem für Verärgerung. Anwohner klagen über regelmäßigen Lärm durch quietschende Reifen, dröhnende Musik und brüllende Motoren bei nächtlichen Treffen. Laut Ordnungsamt versammeln sich bei solchen Events bis zu 40 stark modifizierte Fahrzeuge.

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Der neue Vorschlag sieht ein Bußgeld von bis zu 1.000 Euro für Verstöße gegen das Verbot vor. Wird die Regelung am Donnerstag vom Stadtrat verabschiedet, sind Versammlungen auf öffentlichen Parkplätzen künftig vollständig untersagt. Auch Besitzer privater Parkplätze erhalten einen direkten Polizeikontakt, um eigene Beschränkungen durchzusetzen.

Stadträtin Barbara Reul-Nocke kündigte zusätzliche Maßnahmen an, um die Treffen zu erschweren. Dazu gehören die Installation von Bodenschwellen und "Schlafpolizisten" auf Straßen, die bei Posern beliebt sind. Die Stadt hofft, dass diese physischen Hindernisse es Fahrern erschweren, Stunts aufzuführen oder sich in großen Gruppen zu versammeln.

Es ist nicht der erste Versuch Remscheids, das Problem zu lösen. Ein ähnlicher Antrag war vor drei Jahren vom Stadtrat abgelehnt worden, sodass Anwohner und Behörden weiterhin nach einer Lösung suchen.

Am Donnerstag stimmt der Rat über die neuen Regeln ab. Bei einer Zustimmung treten das Verbot und die Strafen in Kraft – und geben Polizei sowie Privatbesitzern mehr Befugnisse, um die Treffen aufzulösen. Der aktuelle Vorstoß folgt auf jahrelange Beschwerden betroffener Anwohner, die unter Lärm und Störungen leiden.

Quelle