Rauchbombe im Familienstreit löst Großeinsatz in Bergisch Gladbach aus
Tobias ZimmermannRauchbombe im Familienstreit löst Großeinsatz in Bergisch Gladbach aus
Familienstreit in Bergisch Gladbach eskaliert zu Großeinsatz
Ein Familienstreit in Bergisch Gladbach hat sich am Dienstag zu einem Großeinsatz der Rettungskräfte ausgeweitet. Ein 32-jähriger Mann soll während einer Auseinandersetzung mit seinem 77-jährigen Vater eine Rauchbombe gezündet haben, wodurch ein Feuer ausbrach, das die Feuerwehr zur Rettung eingeschlossener Bewohner zwang. Über 40 Einsatzkräfte eilten in die Innenstadt, um die Lage unter Kontrolle zu bringen.
Der Vorfall begann, als Sohn und Vater in ihrer Wohnung in einen handgreiflichen Streit gerieten. Augenzeugen berichteten, der jüngere Mann habe eine Rauchbombe entzündet und geworfen, die den älteren Mann traf. Das Gerät landete anschließend im Treppenhaus und setzte eine Fußmatte in Brand.
Dichter Rauch breitete sich schnell im Gebäude aus, sodass mehrere Bewohner in ihren Wohnungen festsaßen. Einige wurden gesehen, wie sie von Balkonen und Fenstern aus um Hilfe winkten. Die Feuerwehr traf innerhalb weniger Minuten ein und brachte vier Personen aus dem Haus in Sicherheit.
Zehn Menschen wurden vor Ort von Rettungssanitätern versorgt. Der ältere Vater wurde wegen einer leichten Rauchgasvergiftung behandelt und anschließend ins Krankenhaus gebracht. Die Flammen griffen nicht über die Fußmatte hinaus, und Statiker bestätigten später, dass das Gebäude strukturell intakt blieb.
Nach dem Vorfall erließ die Polizei gegen den Sohn eine 14-tägige Annäherungsverbot nach dem Gewaltschutzgesetz. Die Behörden leiteten zudem ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung und Sachbeschädigung ein.
Dem Sohn drohen nun mögliche juristische Konsequenzen, darunter Anklagen wegen Brandstiftung und der verursachten Verletzungen. Die Rettungskräfte bestätigten, dass das Gebäude keine schweren strukturellen Schäden davontrug, allerdings musste das Treppenhaus belüftet werden. Der Vater bleibt unter medizinischer Beobachtung, während die Ermittlungen andauern.






