17 April 2026, 12:09

PPWR-Verordnung 2030: Warum Unternehmen trotz Fristen noch unvorbereitet sind

Blauer Seecontainer mit 'PL'-Text auf weißem Hintergrund.

PPWR-Verordnung 2030: Warum Unternehmen trotz Fristen noch unvorbereitet sind

Eine neue Umfrage zeigt erhebliche Defizite bei der Vorbereitung von Unternehmen auf die EU-Verpackungsverordnung (PPWR). Die von dem Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML, der Logistikbude und der Stiftung Initiative Mehrweg durchgeführte Studie belegt, dass viele Betriebe mit Zeitmangel, hohen Kosten und Unsicherheiten kämpfen. Dennoch wird die Verordnung bis 2030 verbindlich in Kraft treten und damit Hersteller, Händler sowie Logistikunternehmen gleichermaßen betreffen.

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Laut der Erhebung erfüllen derzeit nur jedes zehnte Unternehmen die grundlegenden Anforderungen für die PPWR-Konformität. Fast die Hälfte der Befragten überschätzt dabei den eigenen Fortschritt bei der Umsetzung der Vorschriften. Während Betriebe mit fundierten Kenntnissen der Verordnung eine Umsetzungsquote von 59 Prozent erreichen, liegt diese bei Unternehmen mit geringem Wissen lediglich bei 36 Prozent.

Zu den operativen Hürden zählen die Einbindung von Geschäftspartnern sowie Probleme mit mangelnder Datenqualität. Zeitdruck, Zweifel an der Machbarkeit und finanzielle Bedenken bleiben die größten Hindernisse. Dennoch fordern über 70 Prozent der Unternehmen klarere und praxisnähere Leitlinien für die Anwendung der neuen Standards.

Die PPWR wird tiefgreifende Veränderungen in den Lieferketten mit sich bringen und Transparenz, Rückverfolgbarkeit sowie die Wiederverwendung von Verpackungen verbessern. Ihre Auswirkungen stehen im Mittelpunkt der Fachmesse Fachpack für Verpackungen, Technologien und Prozesse, die vom 23. bis 25. September 2025 stattfindet.

Wenn die Verordnung 2030 vollumfänglich greift, wird sie die Art und Weise, wie Unternehmen in Europa mit Verpackungen umgehen, grundlegend verändern. Da die meisten Betriebe noch unvorbereitet sind, bleibt die Nachfrage nach besserer Unterstützung und verständlicheren Anweisungen hoch. Die Ergebnisse unterstreichen, wie dringend stärkerer Austausch und ein verbessertes Datenmanagement nötig sind, um die kommenden rechtlichen Anforderungen zu erfüllen.

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