Polizei schlägt gegen illegales Tuning und Raserei in Siegen zu
Polizei Siegen-Wittgenstein geht gegen illegale Auto-Tuning-Szene und Raserei vor
Am vergangenen Freitagabend führte die Polizei in Siegen-Wittgenstein eine großangelegte Kontrolle gegen illegale Fahrzeugmodifikationen und gefährliches Fahrverhalten durch. Im Fokus standen bekannte Treffpunkte der Tuning- und Poser-Szene. Die Aktion endete mit zahlreichen Bußgeldern, Strafanzeigen und Fahrverboten. Zudem erfassten Beamte auf einem nahegelegenen Autobahnabschnitt über 200 Geschwindigkeitsüberschreitungen.
Die Operation dauerte von 18:00 Uhr bis 1:00 Uhr und erstreckte sich über Geisweid, Weidenau und die Siegen-Innenstadt. Besonders ins Auge fiel ein weißer Nissan, dessen Fahrer den Schalldämpfer („db eater“) entfernt hatte, wodurch das Fahrzeug durch übermäßigen Lärm auffiel. Bei der Überprüfung stellten die Beamten elf Verstöße fest – die Zulassung des Wagens wurde daraufhin sofort entzogen.
Im Rahmen der Kontrollen sprachen die Beamten mit mehr als 25 Vertretern der Szene. Diese Gespräche führten zu weiteren Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten, einer Strafanzeige sowie mehreren Verwarnungsgeldern. Drei Fahrern droht nun ein vorläufiges Fahrverbot, in einigen Fällen sind sogar vollständige Entzüge der Fahrerlaubnis möglich.
Parallel dazu registrierten die Beamten auf der HTS-Autobahn in Richtung Kreuztal über 200 Tempoverschreitungen. Davon erhielten 130 Fahrer ein Verwarnungsgeld, gegen mehr als 70 wurden offizielle Verfahren eingeleitet.
Polizeidirektor Marcel Zirnsak betonte im Nachgang die konsequente Null-Toleranz-Politik der Behörden: „Sämtliche festgestellten Straftaten und Ordnungswidrigkeiten werden ohne Ausnahme verfolgt.“ Nur wer ein verkehrssicheres Fahrzeug führe und sich strikt an die Verkehrsregeln halte, stelle weder für sich selbst noch für andere eine Gefahr dar, so Zirnsak.
Die Bilanz der Aktion: entzogene Zulassungen, vorläufige Fahrverbote und hunderte Bußgelder. Drei Fahrer müssen mit einem zeitweiligen Fahrentzug rechnen, 70 Raserdelikte werden weiter juristisch aufgearbeitet. Die Behörden kündigten an, auch bei künftigen Treffen der Szene mit gleicher Härte gegen Verkehrsverstöße vorzugehen.






