17 March 2026, 02:07

Pharmakonzern feiert Kerendia-Durchbruch trotz Milliardenverlusten durch Roundup-Klagen

Schwarz-weißes Plakat mit einer Hand, die eine Bayer-Tablette Aspirin hält, und dem Text "Das Bayer-Kreuz - Ihre Garantie für Reinheit" darunter.

Pharmakonzern feiert Kerendia-Durchbruch trotz Milliardenverlusten durch Roundup-Klagen

Ein großer Pharmakonzern meldet trotz anhaltender finanzieller Belastungen einen Durchbruch in seiner Arzneimittelentwicklung. Das Nierenmedikament Kerendia zeigte in einer neuen klinischen Studie vielversprechende Ergebnisse und könnte damit den Weg zu einem größeren Markt ebnen. Gleichzeitig belasten anhaltende Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit Roundup-Klagen weiterhin die Finanzlage des Unternehmens.

In einer Phase-III-Studie erreichte Kerendia sein primäres Ziel bei der Behandlung von nicht-diabetischer chronischer Nierenerkrankung (CKD). Die Ergebnisse der FIND-CKD-Studie wiesen deutliche Verbesserungen der Nierenfunktion nach und bereiten den Weg für eine Zulassungsbeantragung bei der US-Arzneimittelbehörde FDA. Bei einer Genehmigung könnte der erweiterte Einsatz den Patientenkreis von Kerendia über diabetesbedingte Fälle hinaus vergrößern.

Die finanziellen Herausforderungen bleiben jedoch beträchtlich: Für das Geschäftsjahr 2025 verzeichnete das Unternehmen einen Nettoverlust von 3,6 Milliarden Euro. Hohe Prozesskosten, insbesondere durch Roundup-bezogene Klagen, trieben die Nettoverschuldung auf fast 30 Milliarden Euro. Investoren richten ihren Blick nun auf zwei entscheidende Termine im April 2026: die mündliche Verhandlung des Obersten Gerichtshofs der USA zu Warnhinweisen auf Roundup-Produkten sowie die Hauptversammlung des Unternehmens, auf der über eine Dividende von 0,11 Euro pro Aktie abgestimmt wird.

Die Entscheidung des Gerichts zu den Roundup-Kennzeichnungspflichten wird bis Mitte Juni 2026 erwartet. Ein günstiges Urteil könnte die finanzielle Last verringern und die Pläne des Konzerns stützen, in den nächsten zehn Jahren zehn Blockbuster-Medikamente auf den Markt zu bringen. Nach Bekanntgabe der Kerendia-Studienresultate stiegen die Aktien um 4,71 Prozent auf 40,25 Euro – ein Zeichen für die optimistische Einschätzung der Anleger hinsichtlich des Potenzials des Wirkstoffs.

Während der Erfolg der Kerendia-Studie den Weg für eine Markterweiterung ebnet, könnten die juristischen Entwicklungen die finanzielle Zukunft des Unternehmens prägen. Mit der anstehenden Entscheidung des Obersten Gerichtshofs Mitte 2026 und der bevorstehenden Dividendenabstimmung verfolgen die Stakeholder die weiteren Schritte mit großer Aufmerksamkeit. Ob es dem Konzern gelingt, seine Bilanz zu stabilisieren und die Versprechen seiner Arzneimittel-Pipeline einzulösen, hängt nun von der Zulassung von Kerendia und der Beilegung der Roundup-Rechtsstreitigkeiten ab.

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