30 April 2026, 16:28

Osnabrücker Karneval feiert Premieren: Zwei Prinzen und internationale Vielfalt

Ein Blatt mit einer Zeichnung eines Mannes und einer Frau in traditioneller Kleidung vor einem festlichen Karneval, betitelt mit "le carnaval d'un merle blanc."

Osnabrücker Karneval feiert Premieren: Zwei Prinzen und internationale Vielfalt

Zum ersten Mal hat das Osnabrücker Karnevalskomitee ein Prinzenpaar gekürt, das aus zwei Prinzen besteht. Das diesjährige Duo schreibt zudem ein weiteres Stück Geschichte, denn einer von ihnen ist der erste Prinz mit ausländischem Pass. Ihre Wahl sorgt für Aufmerksamkeit, da sie Vielfalt und Inklusion feiert.

Die neu ernannten Prinzen, bekannt als Prinz Yut I. und sein Partner, werden die diesjährigen Feierlichkeiten unter dem Motto "Kreuz und queer – bunt, das sind wir" anführen. Ihre Regentschaft bricht mit der Tradition, da das Komitee noch nie zwei Prinzen gleichzeitig an der Spitze hatte.

Prinz Yut I. wurde in Thailand geboren und ist damit die erste königliche Figur in der Geschichte des Osnabrücker Karnevals, die aus dem Ausland stammt. Seine Herkunft verleiht dem sonst eher lokal geprägten Fest eine internationale Note.

Oberbürgermeisterin Katharina Pötter begrüßte das Duo und bezeichnete es als Symbol für Freude und Freiheit. Sie betonte, dass ihre Präsenz alle ermutige, zu sich selbst zu stehen. Der Karneval, bekannt für seine lebensfrohe Atmosphäre, transportiert nun eine weiter gefasste Botschaft von Akzeptanz und Zusammenhalt.

Die Wahl des Prinzenpaares markiert einen Wandel in den Karnevalstraditionen. Ihr Motto und ihre vielfältigen Hintergründe deuten auf eine inklusivere Ausrichtung künftiger Feiern hin. Die Entscheidung des Komitees hat bereits Diskussionen über Repräsentation und Zugehörigkeit bei kulturellen Veranstaltungen in Osnabrück angestoßen.

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