NRW und Bahn starten Großoffensive gegen marode Schienen und Verspätungen
Jana HerrmannNRW und Bahn starten Großoffensive gegen marode Schienen und Verspätungen
Nordrhein-Westfalen (NRW) und die Deutsche Bahn haben ein neues Kooperationsabkommen unterzeichnet, um die seit langem bestehenden Probleme im Schienenverkehr anzugehen. Die Vereinbarung zielt darauf ab, die Zuverlässigkeit zu erhöhen und wichtige Strecken nach Jahren der Verspätungen und Zugausfälle zu modernisieren. Beide Seiten haben sich verpflichtet, in den kommenden Jahren eng bei größeren Ausbauvorhaben zusammenzuarbeiten.
Der Schienenverkehr in NRW leidet seit geraumer Zeit unter anhaltenden Problemen: Im vergangenen Jahr war jeder vierte Zug verspätet, jeder sechste fiel ganz aus. Die Infrastruktur des Bundeslandes zählt zu den marodesten in Deutschland und bedarf dringend Sanierungen sowie eines Ausbaus. Besonders in Ballungsräumen hat die schlechte Pünktlichkeit die Fahrgäste belastet.
Im Rahmen des Abkommens beginnen im Februar 2023 umfangreiche Bauarbeiten auf der stark frequentierten Strecke Köln–Wuppertal–Hagen. Weitere große Projekte umfassen die Modernisierung der Strecken Hagen–Unna–Hamm, Köln–Bonn–Koblenz sowie Aachen–Köln. NRW und die Bahn haben zudem gemeinsame Ziele definiert, darunter den Bau eines modernen Bahnhofs und die Einrichtung einer Direktverbindung zwischen Köln und London.
Die Partnerschaft konzentriert sich auf die Modernisierung stark genutzter Strecken und die Koordinierung langfristiger Verbesserungen. Verantwortliche betonen, wie dringend eine umfassende Sanierung des Netzes ist, um es auf den aktuellen Stand zu bringen.
Das Abkommen markiert einen Schritt zur Lösung der Bahnprobleme in NRW, wobei Bauvorhaben und Modernisierungen für die nächsten Jahre geplant sind. Bei Erfolg könnten die Projekte Verspätungen verringern und den Service für Fahrgäste verbessern. Im Fokus bleiben die Instandsetzung der überalterten Infrastruktur und die Kapazitätserweiterung.






