NRW streicht Wohneigentumsbonus – 419 Solinger Haushalte betroffen
Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat ein beliebtes Förderprogramm für Wohneigentum überraschend eingestellt. Die Entscheidung fiel ohne Vorwarnung während der Sommerpause unter Ministerpräsident Hendrik Wüst. Der Schritt hat Kritik von lokalen Politikern und betroffenen Bürgern ausgelöst.
Seit 2022 hatte der NRW-Wohneigentumsbonus in Solingen 419 Haushalte unterstützt. Jede Familie erhielt im Durchschnitt 6.895 Euro, insgesamt wurden 2.889.156 Euro ausgezahlt. Das Programm bot Käufern bis zu 10.000 Euro, um ein Eigenheim oder eine Eigentumswohnung zum Selbstnutzen zu erwerben.
Jürgen Albermann, Fraktionsvorsitzender der FDP, verurteilte die Streichung als gebrochenes Versprechen. Er argumentierte, dass die Landesregierung durch die Erhöhung der Grunderwerbsteuer und andere Maßnahmen den Erwerb von Wohneigentum bereits verteuert habe. Albermann forderte ein Ende dessen, was er als „Angriff auf das Wohneigentum in Solingen“ bezeichnete. Steigende Steuern und Abgaben wurden als Hauptgründe für die Erschwinglichkeitskrise genannt.
Das plötzliche Aus für das Förderprogramm lässt viele angehende Eigentümer in Unsicherheit zurück. Acht von zehn Menschen in Deutschland bevorzugen Wohneigentum gegenüber dem Mieten. Mit der Streichung des Zuschusses entfällt eine wichtige finanzielle Stütze für alle, die in den Immobilienmarkt einsteigen wollen.
