26 April 2026, 22:09

NRW-Bahnen werden pünktlicher – doch das Angebot bleibt vorerst dünn

Offenes Buch mit detaillierten Zeichnungen und Texten eines Schienensystems, einschließlich einer Illustration der Bahnstrecke.

NRW-Bahnen werden pünktlicher – doch das Angebot bleibt vorerst dünn

Zugverkehr in Nordrhein-Westfalen zeigt deutliche Verbesserungen bei der Pünktlichkeit

In diesem Jahr hat sich die Zuverlässigkeit des Schienenverkehrs in Nordrhein-Westfalen spürbar verbessert. In den ersten fünf Monaten des Jahres 2023 wurden weniger kurzfristige Zugausfälle gemeldet als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der Rückgang ist auf Maßnahmen der Bahnbetreiber zurückzuführen, die Personalengpässe bekämpft und Fahrpläne angepasst haben, um die Planbarkeit zu erhöhen.

Die Verkehrsbehörden bestätigen einen deutlichen Rückgang der spontanen Ausfälle auf wichtigen Strecken. Beim Rhein-Münsterland-Express (RE 7) gingen die kurzfristigen Stornierungen zwischen Januar und März um 71 Prozent zurück. Ähnliche Trends zeigen sich bei der Ostwestfalen-Bahn (RB 72), wo die Ausfälle um 82 Prozent sanken, sowie bei der Rhein-Wupper-Bahn (RB 48), die eine Reduzierung um 72 Prozent verzeichnete.

Statt das Gesamtangebot auszuweiten, konzentrierten sich die Betreiber darauf, Störungen besser vorhersehbar zu machen. Auf Strecken mit anhaltenden Ausfallproblemen wurde die Zahl der geplanten Züge reduziert, um die Zuverlässigkeit zu stabilisieren. Auch die Rhein-Ruhr-Express (RRX)-Linien, ein zentrales Netz für Pendler, verzeichneten deutlich weniger kurzfristige Ausfälle.

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Für die Zukunft hat VRR-Chef Oliver Wittke das Ziel ausgegeben, bis 2026 wieder den vollständigen Originalfahrplan einzuführen. Um dies zu erreichen, planen die Bahnunternehmen, bis Dezember 2025 ausreichend Lokomotivführer einzustellen. Das Ziel ist es, innerhalb der nächsten drei Jahre auf möglichst vielen Strecken wieder den vollen Betrieb aufnehmen zu können.

Die Änderungen bedeuten für Fahrgäste zwar weniger unerwartete Ausfälle, allerdings bleibt das Gesamtangebot vorerst reduziert. Bis 2026 streben die Betreiber eine Rückkehr zum vollständigen Fahrplan an – vorausgesetzt, die Personalziele werden erreicht. Die bisherigen Fortschritte spiegeln einen Wandel hin zu einem zuverlässigeren, wenn auch weniger dichten Zugangebot wider.

Quelle