08 May 2026, 04:12

Nordrhein-Westfalen erklärt Clan-Kriminalität im Ruhrgebiet den Kampf

Zwei Polizisten in Einsatzausrüstung stehen vor einem Gebäude, einer hält eine Waffe und der andere ein Objekt, mit einer Tür links und einer Tafel an der Wand im Hintergrund.

Nordrhein-Westfalen erklärt Clan-Kriminalität im Ruhrgebiet den Kampf

Behörden in Nordrhein-Westfalen gehen gegen gewalttätige Clan-Kriminalität im Ruhrgebiet vor

Die oft durch familiäre Bindungen und ethnische Herkunft verbundenen Gruppen sind für offene Aggression und Einschüchterungsversuche gegenüber der Polizei bekannt geworden. Ein neues Gremium im Rahmen der Ruhrkonferenz soll das Problem nun mit einer abgestimmten Strategie angehen.

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Ursprünglich wurde die Ruhrkonferenz ins Leben gerufen, um die Wirtschaft und Lebensqualität in der Region zu stärken. Doch die zunehmende Gewalt durch organisierte Clans zwingt die Verantwortlichen zum Handeln. Viele dieser Gruppen, deren Wurzeln häufig in der Türkei oder im Libanon liegen, agieren von Shisha-Bars, Kneipen und Wettbüros aus.

Polizisten im Ruhrgebiet sehen sich regelmäßig mit Einschüchterungsversuchen konfrontiert – selbst bei Routineeinsätzen. Beamte berichten von Belästigungen und respektlosem Verhalten seitens der Clan-Mitglieder, was die Arbeit der Sicherheitskräfte zusätzlich erschwert. Als Reaktion führen die Behörden groß angelegte Razzien und überraschende Kontrollen zu unvorhersehbaren Zeiten durch.

Innenminister Herbert Reul hat klargestellt, dass Clan-Kriminalität nicht toleriert werde. Das neue Gremium konzentriert sich auf vier zentrale Handlungsfelder: Prävention, verschärfte Strafverfolgung, den Aufbau von Netzwerken und schnelle operationelle Maßnahmen. Bereits jetzt wurde die Polizeipräsenz im Ruhrgebiet als Teil der Strategie erhöht.

Die Einrichtung des Forums markiert einen Wechsel zu einem systematischeren Vorgehen gegen Clan-Kriminalität. Razzien, Kontrollen und eine stärkere Polizeipräsenz stehen nun im Mittelpunkt des Plans. Die Behörden hoffen, dass diese Maßnahmen die Gewalt eindämmen und die Sicherheit im Ruhrgebiet nachhaltig verbessern werden.

Quelle