Neuss plant radikale Umgestaltung des Areals Am Konvent – drei Visionen im Rennen
Jana HerrmannNeuss plant radikale Umgestaltung des Areals Am Konvent – drei Visionen im Rennen
Die Neuss Building and Real Estate GmbH (NBI) plant eine umfassende Neugestaltung des Grundstücks Am Konvent. Drei unterschiedliche Konzepte wurden erarbeitet, die jeweils verschiedene Ansätze zur Modernisierung des Areals vorsehen. Die endgültige Entscheidung, welche Variante umgesetzt wird, fällt im Herbst 2025.
Alle drei Entwürfe sehen im Erdgeschoss Einzelhandels- und Gastronomieflächen vor. Bevorzugt wird hier ein Vollsortiment-Lebensmittelhändler angesiedelt. In zwei der Varianten wären technische Einrichtungen im weniger sichtbaren hinteren Bereich des Erdgeschosses untergebracht, wodurch die Dachfläche für andere Nutzungen frei würde.
Die erste Etage ist in allen Konzepten medizinischen und gesundheitsbezogenen Dienstleistungen vorbehalten. Dazu zählen Haus- und Fachärzte, Therapieräume sowie verwandter Einzelhandel. Auf den Dächern sind in allen Varianten grüne Erholungsflächen geplant, teilweise ergänzt durch Freizeitangebote und Gastronomie.
Variante A setzt auf die Weiterverwendung der bestehenden Bausubstanz mit moderaten Änderungen. Im Büroturm entstünden Mietwohnungen, allerdings mit eingeschränkter Wohnqualität. Variante B sieht einen vollständigen Abriss des Hintergebäudes vor, um einen öffentlichen Platz und neue Sichtachsen zu schaffen, ergänzt durch einen modernen Neubau am Meererhof. Diese Option gilt jedoch als wirtschaftlich kaum tragbar.
Variante C verfolgt einen ausgewogenen Ansatz: Der bestehende Büroturm würde abgerissen und durch einen kompakten Neubau mit modernen Mietwohnungen ersetzt. Dieses Design erzielt bei nur leicht erhöhten Baukosten eine höhere Rendite. In einigen Ausführungen entstehen im zweiten Obergeschoss seniorengerechte Wohnungen, während auf dem Dach Indoor-Freizeit- und Wellnessbereiche möglich wären.
Die Neugestaltung Am Konvent wird das Gelände mit einer Mischung aus Einzelhandel, Gesundheitsversorgung und Wohnraum prägen. Die Dachflächen bieten je nach gewählter Variante grüne Rückzugsorte und Freizeitmöglichkeiten. Die endgültige Entscheidung im Herbst 2025 wird zeigen, welche Vision Realität wird.






