Neues Pilotprojekt revolutioniert Polizeieinsätze im Rhein-Kreis Neuss
Tim PetersNeues Pilotprojekt revolutioniert Polizeieinsätze im Rhein-Kreis Neuss
Pilotprojekt testet zentrale Steuerung von Polizeistreifen im Rhein-Kreis Neuss
Ein neues Pilotprojekt erprobt im Rhein-Kreis Neuss einen zentralisierten Ansatz für Polizeistreifen. Ziel des Versuchs ist es, die Reaktionszeiten zu verkürzen und die Präsenz der Beamten zu erhöhen – ohne die Personalstärke zu reduzieren. Vier Kommunen nehmen teil, wobei die erste Phase in Jüchen bereits seit November läuft.
Der Teststart erfolgte am 4. November 2025 in Jüchen, wo Streifenwagen nun von Grevenbroich aus eingesetzt werden statt von örtlichen Wachen. Diese Umstellung soll die Polizeiarbeit effizienter gestalten, ohne die Sichtbarkeit der Beamten vor Ort zu verringern.
Ab dem 1. März 2026 wird das Projekt auf Korschenbroich, Kaarst und Meerbusch ausgeweitet und läuft bis Ende Mai. In diesen Gebieten werden die Streifenfahrzeuge von der Polizeistation in Kaarst aus operieren. Das Team der Gemeindepolizei Meerbusch bleibt jedoch weiterhin in der Holbeinstraße stationiert, um die lokale Betreuung sicherzustellen. Die Verantwortlichen betonen, dass es nicht um Kürzungen bei den Streifen geht, sondern um eine effizientere Einsatzplanung. Durch die Vermeidung unnötiger Fahrten können Beamte schneller an Einsatzorten eintreffen. Die Anpassungen betreffen ausschließlich die Logistik – die Personalausstattung in den Kommunen bleibt unverändert. Nach Abschluss der Testphase wird Landrätin Katharina Reinhold die Ergebnisse gemeinsam mit Polizeiexperten auswerten. Die Bewertung soll als Grundlage für künftige Maßnahmen zur öffentlichen Sicherheit im gesamten Rhein-Kreis Neuss dienen.
Das Pilotprojekt endet im Mai 2026. Die gesammelten Daten aus allen vier Kommunen werden dann detailliert analysiert, um zu prüfen, ob das zentrale Modell die Notfallreaktion und die Straßenpräsenz verbessert. Über etwaige dauerhafte Änderungen wird erst nach dieser Auswertung entschieden.
