17 March 2026, 00:08

Nach 48 Jahren: Gestohlener Hofbräuhaus-Krug kehrt mit Reuegeld zurück

Frau in bayerischer Tracht hält zwei biergefüllte Krüge und lächelt, mit Text und weißem Hintergrund.

Nach 48 Jahren: Gestohlener Hofbräuhaus-Krug kehrt mit Reuegeld zurück

Gestohlener Hofbräuhaus-Bierkrug nach einem halben Jahrhundert zurückgegeben

Ein im Jahr 1976 entwendeter Bierkrug des Münchner Hofbräuhauses ist nach fast 50 Jahren an seinen Ursprungsort zurückgekehrt. Ein englischsprachiger Tourist, der den Krug damals mitgenommen hatte, schickte ihn kürzlich zusammen mit einer kleinen Geldsumme zurück. Es ist nicht das erste Mal, dass ein längst vergessener Krug wieder auftaucht.

Der Besucher gestand, den typischen Hofbräuhaus-Krug 1976 in einer belebten Nacht "versehentlich" eingesteckt zu haben. Nach einem halben Jahrhundert entschied er sich nun zur Rückgabe und legte 20 Euro als verspätete Entschuldigung bei. Das Geld fließt nun in die Initiative Bunte Münchner Kindl, die Schulmaterial für benachteiligte Kinder bereitstellt.

Solche Fälle erreichen das Hofbräuhaus etwa drei- bis viermal pro Jahr. So gab 2020 eine Amerikanerin einen Krug zurück, den sie 55 Jahre lang aus dem Beerhall am Platzl mitgenommen hatte. Trotz dieser gelegentlichen Rückgaben führt die Brauerei keine Statistik über fehlende Krüge und setzt stattdessen auf Sicherheitsvorkehrungen, um Diebstähle zu verhindern.

In den vergangenen fünf Jahren stellte sich jedoch heraus, dass keiner der zurückgegebenen oder entschädigten Krüge ein Original war. Laut offiziellen Angaben handelte es sich stets um Fälschungen oder finanzielle Regelungen – nicht um physische Rückgaben.

Das Hofbräuhaus bleibt bei seiner Praxis, gestohlene Krüge durch freiwillige Rückgaben oder kleine Zahlungen zu regeln. Während manche Stücke Jahrzehnte später wieder auftauchen, hält die Brauerei an ihren Sicherheitsmaßnahmen fest. Die jüngste Spende von 20 Euro kommt nun direkt bedürftigen Kindern in München zugute.

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