17 March 2026, 06:09

Mönchengladbachs Erfolgsrezept: Weniger Insolvenzen durch kluge Wirtschaftsförderung

Eine Liniendiagramm, das die Anzahl der von COVID-19 betroffenen US-Geschäfte zeigt, aufgeteilt nach Branche und Erholungsstatus, mit Text, der die wirtschaftliche Erholung angibt.

Mönchengladbachs Erfolgsrezept: Weniger Insolvenzen durch kluge Wirtschaftsförderung

Mönchengladbach hat seine wirtschaftliche Position durch Diversifizierung und gezielte Wachstumsprojekte gestärkt. Während viele deutsche Städte mit steigenden Insolvenzzahlen kämpfen, hat die nordrhein-westfälische Stadt ihre eigenen Zahlen gesenkt und Schlüsselbranchen ausgebaut.

Neue Investitionen in Logistik, Maschinenbau und Gesundheitswesen heben Mönchengladbach von Nachbarstädten wie Krefeld und Oberhausen ab, wo das Wachstum ins Stocken geraten oder sich verlangsamt hat.

Zwischen 2021 und 2026 verringerte Mönchengladbach die Insolvenzverfahren um 7,8 Prozent. Unternehmensinsolvenzen gingen um 8,0 Prozent zurück, Verbraucherinsolvenzen sogar um 9,0 Prozent. Dieser Trend steht im deutlichen Kontrast zum Bundestrend: Hier stiegen die Unternehmenspleiten um 8 bis 10 Prozent, während Nordrhein-Westfalen 2024 allein einen Anstieg von 23,4 Prozent verzeichnete.

Der Erfolg der Stadt gründet auf einer Umstrukturierung ihrer Wirtschaftsbasis. Die Beschäftigung in der Logistikbranche stieg um 12 Prozent – begünstigt durch die Nähe zu wichtigen Verkehrsachsen. Der Maschinenbau blieb stabil und verzeichnete ein Produktionsplus von 5 Prozent, getrieben durch Automatisierung. Das Gesundheitswesen expandierte um 15 Prozent, angeschoben durch eine alternde Bevölkerung und neue medizinische Einrichtungen. Diese Zuwächse übertreffen vergleichbare Städte, in denen die Logistik nur um 7 Prozent wuchs und der Maschinenbau stagnierte.

Maßgebliche Projekte wie der Wissens- und Innovationscampus, die Textilfabrik 7.0 und ein neuer Gewerbepark in Flughafennähe unterstützen diese Entwicklung. Zudem hält die Stadt seit 2016 einen konstanten Gewerbesteuerhebesatz von 490 Prozent. Diese Maßnahmen halfen Mönchengladbach, im IW-Dynamikranking 2024 – das die wirtschaftliche Entwicklung in 401 deutschen Regionen bewertet – auf Platz 27 zu klettern.

Anders als seine Nachbarn ist Mönchengladbach die einzige Großstadt im Regierungsbezirk Düsseldorf, die einen Rückgang der Insolvenzen verzeichnete. In umliegenden Gebieten stiegen die Zahlen im gleichen Zeitraum zwischen 6 und knapp 19 Prozent.

Durch die Konzentration auf Logistik, Maschinenbau und Gesundheitswesen hat Mönchengladbach seine wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit gesichert. Mit sinkenden Insolvenzzahlen und wachsenden Schlüsselbranchen hat die Stadt eine stabile Grundlage für künftiges Wachstum geschaffen. Laufende Projekte und eine beständige Steuerpolitik sollen diesen Schwung in den kommenden Jahren erhalten.

Quelle