Mönchengladbach trotzt dem Wohnungsbau-Crash in NRW mit Rekordzahlen
Hannah PetersMönchengladbach trotzt dem Wohnungsbau-Crash in NRW mit Rekordzahlen
Wohnungsbau in Nordrhein-Westfalen auf 14-Jahres-Tief – nur Mönchengladbach stemmt sich gegen den Trend
Der Wohnungsbau in Nordrhein-Westfalen ist 2025 auf den niedrigsten Stand seit 14 Jahren gesunken: Die Fertigstellungen brachen um 9,4 Prozent ein. Im gesamten Bundesland wurden im vergangenen Jahr nur noch 37.185 Wohnungen errichtet – ein deutlicher Rückgang gegenüber den Vorjahren. Eine Ausnahme bildet Mönchengladbach: Die Stadt fast verdreifachte ihre Bauaktivitäten und entwickelte sich zu einem der dynamischsten Wohnungsbaustandorte der Region.
Landweit ging die Bauquote in Nordrhein-Westfalen auf lediglich 19,8 Wohnungen pro 10.000 Einwohner zurück. Als Hauptgründe für den Einbruch nennen Experten gestiegene Kreditzinsen und explodierende Materialkosten. Die 37.185 fertiggestellten Wohnungen markieren den niedrigsten Wert seit 2011.
Mönchengladbach als Vorreiter mit Rekordzahlen Mit einer Bauquote von 28,4 Wohnungen pro 10.000 Einwohner lag Mönchengladbach jedoch 43 Prozent über dem Landesdurchschnitt – und belegte damit Platz drei unter den 22 kreisfreien Städten Nordrhein-Westfalens. Der Schub ist maßgeblich auf die Wohnungsbauinitiative zurückzuführen, die die Stadt 2023 mit rund 43 Millionen Euro an Eigenmitteln auf den Weg brachte.
Allein 2025 wurden 758 Wohnungen fertiggestellt – fast dreimal so viele wie im Vorjahr. Auch die Baugenehmigungen stiegen um 73,6 Prozent, was auf eine fortsetzende positive Entwicklung hindeutet. Zudem bewilligte die Kommune Fördermittel in Höhe von 43,2 Millionen Euro für 218 neue Wohneinheiten, fast auf dem Rekordniveau von 2024. Dieser Investitionsschub steht im Kontrast zu 2021, als die Stadt nur fünf Prozent ihres Sozialwohnungsbudgets aussöpfte – 2024 waren es bereits 274 Prozent.
Erfolgsmodell in schwierigem Umfeld Während Nordrhein-Westfalen mit strukturellen Herausforderungen kämpft, setzt Mönchengladbach mit gezielten Investitionen und Planung auf Expansion. Die aktuellen Zahlen zeigen: Die Stadt stemmt sich erfolgreich gegen den landesweiten Abwärtstrend – und könnte zum Vorbild für andere Kommunen werden.






