Lohnabschluss im westfälischen Schlosserei-Handwerk - 4,1 Prozent mehr - Metallarbeiter in NRW sichern 4,1 Prozent mehr Lohn bis 2027
Metallarbeiter in Nordrhein-Westfalen sichern neuen Tarifvertrag nach Lohnverhandlungen
Beschäftigte im Schlosser- und Metallhandwerk Nordrhein-Westfalens haben nach den jüngsten Tarifverhandlungen eine neue Entgeltvereinbarung durchgesetzt. Die Einigung betrifft rund 58.000 Arbeitnehmer und sieht eine zweistufige Lohnerhöhung von 4,1 Prozent vor. Unterdessen sind für Oktober 2025 Warnstreiks in anderen Branchen geplant, wobei bisher keine konkreten Unternehmen genannt wurden.
Der neue Tarifvertrag bringt insgesamt eine Lohnerhöhung von 4,1 Prozent. Die erste Stufe mit einer Anhebung um 2,85 Prozent tritt Anfang 2026 in Kraft, gefolgt von einer zweiten Erhöhung um 1,25 Prozent zum 1. Dezember 2026.
Auch die Ausbildungsvergütungen steigen im Rahmen des bis Ende März 2027 gültigen Abkommens. Patrick Loos, Verhandlungsführer der IG Metall NRW, bezeichnete das Ergebnis als einen "fairen Kompromiss". Es trage dazu bei, die Kaufkraft der Beschäftigten zu stabilisieren, so Loos weiter.
Unabhängig davon sind für Oktober 2025 Warnstreiks in Branchen wie der Holz- und Kunststoffverarbeitung in Westfalen-Lippe, dem Elektrohandwerk sowie der nordwestdeutschen Stahlindustrie vorgesehen. Bisher liegen jedoch keine Listen der betroffenen Betriebe vor.
Die Tarifeinigung im Schlosserhandwerk garantiert schrittweise Lohnerhöhungen über die nächsten zwei Jahre. Auch die Ausbildungsvergütungen werden angehoben, was Lehrlingen zugutekommt. Der Vertrag gilt bis März 2027, während sich andere Industrien auf mögliche Arbeitskämpfe im kommenden Herbst vorbereiten.
