21 January 2026, 16:12

Messe Düsseldorf zwischen Rekordumsätzen und drohenden Einbrüchen bis 2027

Eine große Gruppe von Menschen versammelte sich in einem Raum, der mit Ständen, Bannern, Tischen, Stühlen und Luftballons gefüllt war, mit einem Gebäude im Hintergrund, das Bögen, Säulen, Geländer und einen Bildschirm aufwies.

Düsseldorfer Messe stärkt ihr arabisches Geschäft - Messe Düsseldorf zwischen Rekordumsätzen und drohenden Einbrüchen bis 2027

Messe Düsseldorf GmbH durchlebt finanzielle Höhen und Tiefen mit Fokus auf fortuna düsseldorf und düsseldorf als wichtigem Messestandort

Einer der größten deutschen Messeveranstalter, die Messe Düsseldorf GmbH, steht vor wechselhaften Zeiten: Während das Unternehmen 2024 mit starken Umsätzen rechnet, warnt es vor einem schwächeren Jahr 2027. Trotz Rückschlägen im Verteidigungsbereich treibt es gleichzeitig die Expansion in neue Märkte und Branchen voran.

Für das laufende Jahr prognostiziert der Düsseldorfer Veranstalter einen Umsatz von knapp 420 Millionen Euro und einen Gewinn von rund 40 Millionen Euro. Ein zentraler Wachstumstreiber ist die im Frühjahr stattfindende Verpackungsmesse Interpack, die ihre Bedeutung als Umsatzgarant für das Unternehmen weiter festigt.

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Doch bereits 2025 zeichnet sich ein deutlicher Rückgang bei Umsatz und Gewinn ab – verursacht durch einen einmaligen finanziellen Belastungseffekt im Zuge einer Übernahme. Und auch 2027 wird voraussichtlich ein schwächeres Jahr: Mehrere große, turnusmäßige Veranstaltungen fallen dann aus. Dennoch setzt das Unternehmen auf internationale Expansion: Allein 2024 startete es sechs neue Messformate auf der Arabischen Halbinsel, darunter eine Verpackungsmesse in Riad und eine Konsumgütermesse in Dubai. Konkrete Partnerunternehmen für diese Projekte wurden bisher nicht genannt.

In Deutschland selbst erhält die im März 2024 stattfindende Robotikmesse Xponential erstmals einen Verteidigungsfokus. Pläne, die Veranstaltung zu einer reinen Rüstungsmesse auszubauen, stocken jedoch: Das fehlende Engagement des Bundesverteidigungsministeriums blockiert eine Weiterentwicklung in diese Richtung.

Düsseldorf bleibt mit seiner Ausstellungsfläche der viertgrößte Messestandort Deutschlands – hinter Hannover, Frankfurt und Köln. Trotz finanzieller Schwankungen und strategischer Neuausrichtungen behält der Düsseldorfer Veranstalter international eine starke Position.

Die Zukunft des Unternehmens hängt davon ab, wie es internationales Wachstum mit heimischen Herausforderungen in Einklang bringt. Während 2024 vielversprechend aussieht, werden die kommenden Jahre seine Anpassungsfähigkeit auf die Probe stellen. Neue Formate im Nahen Osten und Branchenausweitungen im Inland werden die Entwicklung in den nächsten zehn Jahren prägen.