22 March 2026, 06:09

Merkur wagt den Sprung nach Nordamerika – 5.000 Spielautomaten pro Jahr geplant

Reihe von Spielautomaten zum Verkauf in einem Casino, mit Stühlen auf dem Boden und Deckenleuchten.

Deutsches Unternehmen will den US-Glücksspielmarkt aufmischen - Merkur wagt den Sprung nach Nordamerika – 5.000 Spielautomaten pro Jahr geplant

Ostwestfälischer Spielautomatenhersteller Merkur expandiert nach Nordamerika

Der deutsche Spielautomatenhersteller Merkur dringt mit dem Plan vor, künftig jährlich tausende Spielautomaten in die USA und nach Kanada zu exportieren. Der Schritt folgt der Übernahme des US-Unternehmens Gaming Arts im Jahr 2025 und ist Teil einer Strategie zur Stärkung der internationalen Präsenz. Das in Ostwestfalen ansässige Unternehmen betreibt bereits über 100.000 Automaten weltweit.

Allein in diesem Jahr sollen zwischen 800 und 1.000 Spielautomaten nach Nordamerika ausgeliefert werden. Innerhalb von drei Jahren will Merkur die jährlichen Exporte auf 5.000 Geräte steigern. Sämtliche Automaten werden im Werk in Lübbecke gefertigt, unweit des Hauptsitzes in Espelkamp.

Im vergangenen Jahr erzielte die Unternehmensgruppe einen Umsatz von 2,1 Milliarden Euro – ein Plus von 7,5 Prozent. Großbritannien ist nach Deutschland der zweitwichtigste Markt. Merkur beschäftigt rund 15.300 Mitarbeiter und strebt an, die Online-Umsätze auszubauen sowie bis 2026 ein Wachstum von etwa zehn Prozent auf rund 2,3 Milliarden Euro zu erreichen.

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In Deutschland unterliegen Glücksspielanbieter strengen staatlichen Auflagen, um exzessives Spielen insbesondere bei gefährdeten Personengruppen zu verhindern. Merkurs stellvertretender Vorstandsvorsitzender, Manfred Stoffers, bezeichnete den Vorstoß in den US-Markt als einen "David-gegen-Goliath-Kampf" gegen etablierte Konkurrenten wie Aristocrat Gaming, IGT und Light & Wonder. Der österreichische Glücksspielriese Novomatic, der über seine deutsche Tochter Löwen Entertainment agiert, verbuchte 2024 einen Umsatz von 3,45 Milliarden Euro.

Die Expansion nach Nordamerika markiert einen entscheidenden Schritt in Merkurs globaler Wachstumsstrategie. Während die Hardware aus dem ostwestfälischen Produktionsstandort stammt, übernimmt Gaming Arts die Software-Entwicklung. Gelingt der Vorstoß, könnte dies die internationale Marktposition des Unternehmens in den kommenden Jahren deutlich stärken.

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