17 March 2026, 02:07

Maria Kalesnikawa erhält Karlspreis für ihren Kampf um Demokratie in Belarus

Eine Frau in einem schwarzen Kleid hält eine Trophäe, während sie zwischen zwei Männern steht, mit einem Banner mit Text im Hintergrund bei einer Nobelpreisverleihung.

Maria Kalesnikawa erhält Karlspreis für ihren Kampf um Demokratie in Belarus

Die belarussische Aktivistin Maria Kalesnikawa hat am Samstag in Aachen offiziell den Internationalen Karlspreis erhalten. Die Auszeichnung würdigt ihren langjährigen Einsatz für Demokratie in Belarus. Es war das erste Mal, dass sie die Ehrung persönlich entgegennehmen konnte – nach Jahren der Haft in ihrer Heimat.

Kalesnikawa war bereits vor vier Jahren zur Preisträgerin ernannt worden, damals noch in belarussischer Gefangenschaft. Die Nachricht von der Auszeichnung erreichte sie im Gefängnis, wo sie sie als starkes Zeichen europäischer Solidarität deutete. Inzwischen in Deutschland lebend, nahm sie den Preis nun im Rahmen einer Feier in Aachen entgegen, einer Stadt, die sie für ihren Umgang mit Geschichte und deren Vermittlung an jüngere Generationen schätzt.

Der Internationale Karlspreis ehrt Verdienste um die europäische Einigung – und Kalesnikawas Wirken gilt seit langem dem Kampf für demokratische Rechte in Belarus. Trotz aller Rückschläge bleibt sie zuversichtlich, dass ihr Land eines Tages eine demokratische Zukunft finden wird. Gemeinsam mit Veronika Zepkalo und Swjatlana Zichanouskaja bildet sie ein engagiertes Trio, das weiterhin für Wandel kämpft.

In ihrer Rede zeigte sich Kalesnikawa zutiefst gerührt von der Auszeichnung. Gleichzeitig rief sie die europäischen Regierungen auf, Belarus als zukünftigen Partner zu betrachten. Sie betonte die Bedeutung anhaltender Unterstützung für exilierte Belarussen und die Opposition und unterstrich, wie wichtig es sei, an der Seite jener zu stehen, die im Land weiter gegen die Diktatur Widerstand leisten.

Der Preis unterstreicht Kalesnikawas unerschütterliches Engagement für die Demokratie in Belarus. Ihre Annahme in Aachen markiert einen bedeutenden Moment nach Jahren des Kampfes. Doch ihr Einsatz geht weiter: Gemeinsam mit Mitstreiterinnen kämpft sie für eine freie und demokratische Zukunft ihres Landes.

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