12 February 2026, 16:25

Mainzer Fastnacht feiert historisches Debüt mit Christina Grom als erste Protokollführerin

Ein Plakat, das ein Festival in München ankündigt, zeigt ein Gemälde einer Frau mit menschlichem Gesicht, umgeben von anderen Menschen und Bäumen, mit Text darauf.

Frauen-Debüt bei "Mainz bleibt Mainz" - Mainzer Fastnacht feiert historisches Debüt mit Christina Grom als erste Protokollführerin

Die Mainzer Fastnachtsitzung "Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht" hat 2024 Geschichte geschrieben – mit einem neuen Gesicht an der Spitze. Zum ersten Mal seit fast zwei Jahrhunderten führte eine Frau durch das Protokoll der Veranstaltung: Christina Grom betrat die Bühne und verband scharfe politische Satire mit bewährten Traditionen des Mainz 05.

Ein weiterer Höhepunkt des Abends war Jürgen Wiesmanns 25. Auftritt als Ernst Lustig, eine der beliebtesten Karnevalsfiguren der Region. Andreas Schmitt beschloss die Sitzung in seiner gewohnten Rolle als "Hoher Altardiener" des Mainzer Doms und verpasste den Feierlichkeiten damit eine feierlich-zeremonielle Note.

Groms Debüt als Protokollführerin brachte frischen Wind in die Revue. Ihre spitzen Kommentare richteten sich gegen Prominente wie Bundeskanzler Friedrich Merz, Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump. Besonders einprägsam war ihr Vorschlag, der Himmel möge Trumps "aufgeblähten Kopf" mit der Gutenberg-Bibel wieder auf Normalmaß bringen.

Doch auch die klassischen Elemente kamen nicht zu kurz: Jürgen Wiesmann kehrte erneut als Ernst Lustig auf die Bühne zurück – eine Figur, die das Publikum seit Jahrzehnten liebt. Sein 25. Auftritt unterstrich die tiefe Verwurzelung der Revue in den lokalen Fastnachtstraditionen des Mainz 05.

Den Abschluss bildete Andreas Schmitt in seiner Rolle als "Hoher Altardiener" des Mainzer Doms. In dieser Funktion übermittelte er Grüße an den fiktiven Papst Leo XIV. und mahnte Fortschritte bei der Gleichberechtigung in der Kirche an. Sein scherzhafter Appell, doch endlich eine Papst*in zu wählen, die das "Urbi et Orbi" hält, sorgte für Heiterkeit im Saal.

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Während die Sitzung ihren satirischen Kern bewahrte, setzte die Ausgabe 2024 ein Zeichen für Wandel. Groms Führung markierte einen Meilenstein und bewies, dass die Veranstaltung sich weiterentwickeln kann, ohne ihren typischen Humor zu verlieren.

Die Mainzer Faschingssitzung 2024 verband bewährte Bräuche mit einem historischen Novum: Grom als erste Protokollführerin seit fast 200 Jahren setzte neue Maßstäbe. Die Mischung aus beißender Satire und zeitlosen Darbietungen machte die Feier einmal mehr zu einem unvergesslichen Erlebnis für Mainz.