10 February 2026, 04:16

"Mainz bleibt Mainz" wagt den Aufbruch mit Frauenpower und jungem Talent

Ein altes Buchcover mit drei Frauen in traditioneller bayrischer Tracht, wobei eine ein herzförmiges Objekt auf einem Teller hält, betitelt mit 'Riaderadatich, September 1918'.

"Mainz bleibt Mainz" wagt den Aufbruch mit Frauenpower und jungem Talent

Die 71. Ausgabe von "Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht" bricht mit Traditionen – und bleibt doch seinen Wurzeln treu. Die diesjährige Fastnachtsgala setzt auf einen mutigen Generationswechsel und vereint legendäre Künstler mit frischem Talent. Ein Novum: Chrissy Grom übernimmt als erste Frau die Moderation des Protokolls – eine Rolle, die bisher stets von Männern besetzt war.

Das Programm verspricht mitreißende Auftritte, politische Satire und besondere Jubiläen, darunter das 100-jährige Bestehen der Mainzer Hofsänger sowie den Abschied des langjährigen Darstellers Hobbes Hansi Greb.

Auf der Bühne werden vier politische Redner zu erleben sein: Florian Sitte, Johannes Bersch, Thomas Becker und Andreas Schmitt. Schmitts Teilnahme sorgt dabei für besonderes Aufsehen, da er als SPD-Bürgermeisterkandidat in Nieder-Olm für manche Fastnachtsfans eine überraschende Wahl ist. Groms traditioneller, politisch pointierter Jahresrückblick in Karnevalsmanier erntete bereits bei den Proben stehende Ovationen.

Junge Formationen wie Handkäse bringen frischen Wind in die sonst eher männlich dominierte Musikszene der Sendung. Daneben treten etablierte Acts wie Oliver Mager, DobbelBock, Marvin Hollederer und Thomas Neger auf. Die Übertragung markiert zudem zwei große Jubiläen: das 25-jährige Bühnenjubiläum von "Ernst Lustig" Jürgen Wiesmann und das 100-jährige Bestehen der Mainzer Hofsänger.

Die letzte Ausgabe hatte mit technischen Problemen und einem Zuschauerrückgang auf 3,85 Millionen zu kämpfen. Zwar äußerten sich die Verantwortlichen nicht zu den Gründen für den Schwund, doch das überarbeitete Konzept dieses Jahres deutet auf einen Neuanfang hin.

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Das ZDF setzt mit seiner Mischung aus Bewährtem und Neuem auf einen bewussten Spagat. Erfahrene Stars teilen sich die Bühne mit Nachwuchskräften – ein Zeichen für den Wandel des Formats. Die Kombination aus Nostalgie und frischen Ideen soll sowohl Stammzuschauer als auch jüngeres Publikum ansprechen.

Die 71. Folge von "Mainz bleibt Mainz" geht mit einem neuen Fokus auf Vielfalt und Dynamik an den Start. Groms Pionierrolle und die Einbindung jüngerer Künstler zeigen: Die Fastnacht ist im Umbruch. Ob der Mix aus Alt und Neu nach den Rückschlägen des Vorjahres überzeugt, wird sich an den Einschaltquoten zeigen.