Lutherkirche in Solingen stellt 2030 die Gottesdienste ein – doch bleibt sie lebendig
Hannah PetersLutherkirche in Solingen stellt 2030 die Gottesdienste ein – doch bleibt sie lebendig
Die Lutherkirche in Höhscheid, Solingen, wird ab 2030 keine regelmäßigen Gottesdienste mehr abhalten. Die Entscheidung fällt nach stark gestiegenen Instandhaltungskosten, die für die Gemeinde nicht mehr tragbar sind. Dennoch bleibt die historische Kirche als kultureller und sozialer Begegnungsort erhalten.
Am 9. Oktober gab das Konsistorium der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde das Ende der Gottesdienste am Standort Höhscheid bekannt. Die denkmalgeschützte Kirche zu erhalten, übersteigt zunehmend die finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde und belastet ihre Ressourcen über das vertretbare Maß hinaus.
In den vergangenen 30 Jahren hat der Lutherische Kirchenbauverein über eine Million Euro in die Erhaltung und Revitalisierung des Gebäudes investiert. Dank dieser Bemühungen konnte die Kirche ihre Funktion als kultureller Mittelpunkt bewahren – mit Konzerten, Lesungen und Führungen. Der Verein bedauerte die Entscheidung, sicherte jedoch zu, die Gemeinde bei der weiteren Planung zu unterstützen. Die Kirche, deren Eingang vom berühmten Vers "Ein feste Burg ist unser Gott" geprägt ist, wird sich künftig auf ihre kulturellen und sozialen Aufgaben konzentrieren. Gemeinde und Verein streben gemeinsam nachhaltige Lösungen an, um das Gebäude langfristig zu sichern. Ihr gemeinsames Ziel ist es, den Ort als offenen Raum für Musik, Veranstaltungen und Begegnungen zu erhalten. Lokale Geistliche wie Pfarrerin Friederike Höroldt, Pfarrer Christian Lerch und Superintendentin Pfarrerin Dr. Ilka Werner sind in übergeordnete kirchliche Belange eingebunden, auch wenn ihre direkte Rolle bei dieser Entscheidung nicht näher spezifiziert wurde.
Nach 2030 wird die Kirche keine regelmäßigen Gottesdienste mehr feiern, ihre Türen bleiben jedoch für kulturelle Aktivitäten geöffnet. Gemeinde und Verein wollen eng zusammenarbeiten, um den Erhalt und die weitere Nutzung des Gebäudes zu gewährleisten. Finanzielle Zwänge führten zu dieser Veränderung, doch die kulturelle Bedeutung des Ortes bleibt eine Priorität.
