08 February 2026, 22:06

Lünen gedenkt der NS-Opfer mit bewegendem Marsch und Stolpersteinen

Eine gro{\ss} Anzahl von rechteckigen Betonplatten h"{a}chsten variierender H"{o}he, die in einem Gittermuster auf einem geneigten Feld angeordnet sind, mit einem blauen Himmel im Hintergrund.

Lünen gedenkt der NS-Opfer mit bewegendem Marsch und Stolpersteinen

Rund 100 Menschen versammelten sich am 27. Januar in Lünen zu einem Gedenkmarsch zu Ehren der Opfer des Nationalsozialismus. Die Veranstaltung fand im Rahmen des bundesweiten Holocaust-Gedenktags statt und führte zu historischen Orten in der gesamten Stadt. Begleitet wurden die Teilnehmenden von musikalischen Darbietungen des Lünen-Süd-Blasorchesters.

Der Marsch begann auf dem Evangelischen Friedhof an der Kirchhofstraße, wo Bürgermeisterin Martina Förster-Teutenberg eine Eröffnungsrede hielt. Sie erinnerte an die Befreiung Auschwitz' im Jahr 1945 und betonte die Bedeutung lokaler Erinnerungskultur in der heutigen Gesellschaft. Die Route führte weiter zur Viktoriaschule, zum Hauptbahnhof sowie zu mehreren Standorten mit Stolpersteinen, darunter die Borker Straße 5, wo sechs Steine an die jüdische Familie Rosenbaum erinnern.

An jedem Halt punkteten Vertreter der Initiative Stolpersteine Lünen, des Stadtmuseums und lokale Gästeführer mit historischen Einblicken und persönlichen Biografien. Das letzte Ziel war das Holocaust-Mahnmal an der Lippe, gefolgt von einem gemeinsamen Treffen im Gemeindezentrum St. Georg. Die Organisatoren zeigten sich erfreut über die große Resonanz und kündigten an, den Marsch künftig als jährliche Tradition im Lünener Erinnerungskalender zu verankern.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Bürgermeisterin Förster-Teutenberg unterstrich zudem die fortwährende gesellschaftliche Verantwortung, diese Erinnerungen im öffentlichen Raum präsent zu halten. Die Veranstaltung verdeutlichte das Engagement der Stadt, die Schicksale der NS-Verfolgten zu bewahren.

Der Gedenkmarsch vereinte Anwohner, Historiker und Musiker, um den Opfern durch Bildung und Reflexion zu gedenken. Mit der geplanten jährlichen Wiederholung will Lünen seine Rolle in der Erinnerungskultur weiter stärken. Die sechs Stolpersteine in der Borker Straße 5 bleiben ein dauerhaftes Zeichen für die Familie Rosenbaum und alle anderen, die unter der NS-Diktatur litten.