Luke Littlers ungeliebte EM: Warum der Darts-Star in Europa immer wieder scheitert
Tobias ZimmermannLuke Littlers ungeliebte EM: Warum der Darts-Star in Europa immer wieder scheitert
Luke Littlers Vorherrschaft im Darts hat eine klare Ausnahme: die European Championship. Trotz seiner Erfolge anderswo scheitert der junge Star in diesem Turnier immer wieder. Seine Probleme beschränken sich nicht nur darauf – besonders in Deutschland kam es zudem zu Spannungen mit den Fans.
Littlers Bilanz bei der EM bleibt schwach. 2023 schied er bereits in der zweiten Runde aus. Ein Jahr später folgte eine noch frühere Niederlage: Er verlor schon in der ersten Runde. Damit bleibt dies der einzige große Titel, der in seiner Sammlung noch fehlt – neben den World Masters.
Seine Schwierigkeiten in Deutschland gehen über die Ergebnisse hinaus. Bei drei Auftritten dort erreichte er nie einen Durchschnitt von über 100 Punkten. Nach einem enttäuschenden Abschneiden beim German Darts Grand Prix 2024 äußerte er sich in den sozialen Medien kritisch über das Publikum. Die Spannungen erreichten ihren Höhepunkt beim World Cup of Darts in Frankfurt, als er gemeinsam mit Partner Luke Humphries gegen das deutsche Team verlor.
Auch in anderen prestigeträchtigen Turnieren musste Littler Rückschläge hinnehmen. In der Premier League Darts 2025 führte er zwar die Tabelle an, verlor das Finale aber mit 8:11 gegen Humphries. Beim Australian Darts Masters 2024 erreichte er zwar das Endspiel, unterlag dort jedoch mit 1:8 gegen Gerwyn Price. Starke Leistungen mündeten bisher nicht in Turniersiege.
Die EM bleibt Littlers größte Hürde – mit zwei frühen Niederlagen in Folge. Die Konflikte mit deutschen Fans verschärfen seine Probleme im Land zusätzlich. Während er andernorts weiterhin glänzt, stechen diese Lücken in seiner Bilanz besonders hervor.
