Kunstwerk bewahrt Erinnerung an Münchner Kultkneipe "Schwabinger 7"
Neues Kunstwerk zu Ehren der Münchner Kultkneipe "Schwabinger 7" wird am Montag enthüllt
Ein neues Kunstwerk, das die legendäre Münchner Bar "Schwabinger 7" ehrt, wird an diesem Montag der Öffentlichkeit präsentiert. Das Werk des Künstlers Rupert Dorrer bewahrt ein Stück der ikonischen Kneipe für die Nachwelt. Die Enthüllungsfeier findet um 11 Uhr in einer Galerie in Bruckmühl statt.
Das "Schwabinger 7" war einst Münchens berühmteste Bar – bekannt für seine lebendige Geschichte und treue Stammgäste. Nach dem Abriss des Gebäudes rettete der Künstler Rupert Dorrer ein Segment der Originalwand und verwandelte es in ein Mixed-Media-Kunstwerk. Mit den Maßen 140 cm Breite und 72 cm Höhe besteht das Werk aus Holz, das mit Farbschichten überzogen ist – ein Symbol für den Lauf der Zeit.
Das Kunstwerk wurde zunächst versteigert, bevor es von Denn's Biomarkt erworben wurde. Dorrer selbst beschreibt es als Reflexion der Vergänglichkeit. Die Enthüllung wird von Bruckmühls Bürgermeister Richard Richter geleitet und setzt ein offizielles Zeichen für das kulturelle Erbe der Bar.
Unterdessen treffen sich Dorrer und Gerd "Manila" Waldhauser, der ehemalige Wirt des "Schwabinger 7", noch immer regelmäßig am Stammtisch im "Grünen Eck" in der Schwabinger Marktstraße. Das Gebäude in der Feilitzschstraße 7, in dem einst die Kneipe untergebracht war, weist heute keine dokumentierten Spuren seiner Vergangenheit mehr auf – es taucht lediglich in Immobilienanzeigen als Standort einer Filiale der Burgermeister-Burgerkette auf.
Nach der Zeremonie am Montag wird das Kunstwerk öffentlich ausgestellt. Sein neuer Standort in Bruckmühl sorgt dafür, dass die Erinnerung an das "Schwabinger 7" über seinen ursprünglichen Standort hinaus lebendig bleibt. Gleichzeitig dient das Werk all jenen als greifbare Verbindung zur Geschichte der Bar, die sie einst besucht haben.