25 May 2026, 04:08

Krefelds "Medi-Mobil": Lebensretter für Obdachlose seit über 20 Jahren

Mittel für die Gründung von Caritas Krefelds "Centspende" in der Drogenhilfestation

Krefelds "Medi-Mobil": Lebensretter für Obdachlose seit über 20 Jahren

Ein mobiles medizinisches Team in Krefeld leistet seit über zwei Jahrzehnten unverzichtbare Unterstützung für wohnungslose Menschen. Seit 2003 von Caritas und Diakonie betrieben, bietet das „Medi-Mobil“ wöchentlich medizinische Versorgung an und schafft Vertrauen zu den Menschen, die auf der Straße leben. Viele der Hilfesuchenden kämpfen mit schweren Drogenabhängigkeiten neben ihrer Obdachlosigkeit – doch ihre Not bleibt oft von der Öffentlichkeit unbemerkt.

Das „Medi-Mobil“ arbeitet mit vier ehrenamtlichen Ärztinnen und Ärzten und ist für die Obdachlosen in Krefeld eine lebenswichtige Anlaufstelle. Es bietet nicht nur medizinische Betreuung, sondern auch einen geschützten Raum für den konsumierten Drogenkonsum unter fachkundiger Aufsicht. Dieser Service hilft, Risiken für Menschen mit schweren Drogenproblemen zu verringern.

Das an die mobile Einheit angebundene Drogenhilfezentrum unterstützt zwischen 50 und 80 Stammgäste. Hier können sie duschen, Wäsche waschen, eine warme Mahlzeit erhalten und sich in Gesprächen austauschen. Ein Großteil dieser Arbeit findet im Verborgenen statt und widmet sich Bedürfnissen, die die Gesellschaft oft übergeht.

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Kürzlich erhielt das Zentrum eine Spende vom Personalrat der Stadtverwaltung Meerbusch im Rahmen der Initiative „Centspende“. Jasmin Sprünken, die Leiterin des Zentrums, bedankte sich für die Unterstützung. Michael Marschall, Vorsitzender des Personalrats Meerbusch, betonte, wie wichtig es sei, die Öffentlichkeit für die Arbeit mit schwerstabhängigen Menschen zu sensibilisieren.

Das „Medi-Mobil“ und sein Unterstützungszentrum leisten weiterhin unverzichtbare Dienste für die schwächsten Mitglieder der Krefelder Gesellschaft. Mit ehrenamtlichen Ärztinnen und Ärzten sowie Spenden aus der Gemeinschaft bieten sie medizinische Versorgung, Sicherheit und Würde für Menschen, die mit Sucht und Obdachlosigkeit kämpfen. Ihre Arbeit bleibt entscheidend – auch wenn sie oft im Schatten der öffentlichen Wahrnehmung stattfindet.

Quelle