Krefeld startet Millionenprojekt für klimaneutrale öffentliche Gebäude bis 2035
Hannah PetersKrefeld startet Millionenprojekt für klimaneutrale öffentliche Gebäude bis 2035
Die Stadt Krefeld hat ein großes Energieeffizienzprojekt gestartet, um Emissionen zu reduzieren und ihre öffentlichen Gebäude zu modernisieren. Im Rahmen eines Energiespar-Contracting-Vertrags (EPC) werden zwölf Liegenschaften mit 19 Gebäuden – darunter Rathausstandorte und ein Kulturzentrum – saniert. Die Arbeiten sollen Anfang 2025 beginnen und klare Ziele zur Senkung des Energieverbrauchs verfolgen.
Als Partner für die Umsetzungen konnte Krefeld das Unternehmen E1 Energiemanagement gewinnen. Geplant sind unter anderem der Einbau von Wärmepumpen, LED-Beleuchtung und intelligenter Sensorik in den ausgewählten Objekten. Zudem werden hydraulischer Abgleich, Photovoltaikanlagen und eine moderne technische Infrastruktur realisiert.
Das Vorhaben ist Teil der umfassenden Klimastrategie Krefelds, die bis 2035 Klimaneutralität erreichen will. Durch das EPC-Modell entfallen für die Stadt initiale Investitionskosten – E1 finanziert die Maßnahmen über die garantierten Energieeinsparungen während der Vertragslaufzeit. Angestrebt werden eine Senkung des Wärmebedarfs um 24 Prozent sowie eine Reduzierung des Stromverbrauchs um 30 Prozent.
Unterstützt wird das Projekt von der Deutschen Energie-Agentur (dena) im Rahmen ihres Modellvorhabens „Co2ntracting: Zukunft bauen!“. Die dena bietet kostenlose Fachberatung, bewertet die Fortschritte und stellt erfolgreiche Beispiele als Best-Practice-Lösungen vor. Das Kompetenzzentrum Contracting der Agentur unterstützt zudem Kommunen bei der Entwicklung und Ausschreibung ähnlicher Projekte.
Nähere Informationen zu den Plänen Krefelds sind auf der Website der Stadt abrufbar, während die Modellprojekte der dena und beteiligte Kommunen auf deren Plattform eingesehen werden können.
Die Sanierungsarbeiten starten Anfang 2025; E1 Energiemanagement garantiert die vereinbarten Einsparungen. Langfristig plant Krefeld, diesen Ansatz auf den gesamten kommunalen Gebäudebestand auszuweiten. Das Projekt markiert einen wichtigen Schritt auf dem Weg der Stadt zur Klimaneutralität bis 2035.






