Koreanische Kunst feiert Premiere als Gastland beim Avignon-Festival 2023
Jana HerrmannKoreanische Kunst feiert Premiere als Gastland beim Avignon-Festival 2023
Das 80. Festival von Avignon rückt erstmals koreanische Darstellende Künste in den Fokus
Vom 4. bis 25. Juli 2023 präsentiert das renommierte Festival erstmals in seiner Geschichte Korea als Gastland – und damit die erste asiatische „Gastsprache“ seiner Programmgeschichte. Neun Werke von sieben koreanischen Künstler:innen stehen in diesem Jahr im Mittelpunkt des Programms.
Tiago Rodrigues, künstlerischer Leiter des Festivals, zeigte sich begeistert von der Möglichkeit, koreanische Kultur nach Avignon zu bringen. Die Auswahl entstand in Zusammenarbeit mit der Korea Arts Management Service und dem Seoul Performing Arts Festival.
Zu den vorgestellten Künstler:innen zählt Koo Ja-ha, der mit drei unterschiedlichen Produktionen vertreten ist: Kuckuck, Die Geschichte des koreanischen Westtheaters und Haribo Kimchi. Her Sung-im präsentiert mit 1 Grad Celsius ein zeitgenössisches Tanzstück, das sich mit Umweltfragen auseinandersetzt. Weitere Highlights sind Lee Kyung-sungs Inselgeschichte, Lee Jin-yeobs Mulji sowie Lee Jar-rams Schnee, Schnee, Schnee.
Zudem wird Han Kangs Wir trennen uns nicht in einer szenischen Lesung von Lee Hye-young aufgeführt. Ebenfalls eingeladen wurde das Kollektiv Liquid Sound mit KIN: Yeonhee Project 1, das die koreanische Präsenz auf dem Festival weiter stärkt.
Die Einbindung koreanischer Werke bringt frische künstlerische Stimmen nach Avignon. Mit einem Programm, das Theater, Tanz und szenische Lesungen umfasst, spiegelt das Festival das wachsende internationale Interesse an koreanischer Kultur wider. Über drei Wochen hinweg haben Zuschauer:innen die Gelegenheit, diese Produktionen live zu erleben.






