Kölner Karneval 2024: Satire trifft auf Tradition und politische Brisanz
Tobias ZimmermannAfD-Umfrage-Höhepunkt und Trump-Themen bei der Kölner Rosenmontagszug - Kölner Karneval 2024: Satire trifft auf Tradition und politische Brisanz
Kölner Straßenkarneval kehrt zurück – vom 12. bis 16. Februar
Vom 12. bis 16. Februar feiert Köln wieder seinen berühmten Straßenkarneval. Das diesjährige Motto "ALAAF – Wir machen das für Köln" würdigt die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die die Traditionen der Stadt am Leben halten. Ein Höhepunkt wird der Rosenmontagszug sein, bei dem die Wagen aktuelle politische Themen aufgreifen – darunter den Aufstieg der rechtspopulistischen AfD.
Die Feierlichkeiten beginnen am 12. Februar mit Weiberfastnacht und gipfeln am 16. Februar in den großen Rosenmontagszügen. 2016 verfolgten über eine Million Zuschauer den Kölner Umzug, aktuelle Besucherzahlen liegen jedoch nicht vor. Seit langem ist das Spektakel ein fester Bestandteil des kulturellen Kalenders der Stadt.
Die diesjährigen Motivwagen setzen sich mit brisanten Themen auseinander. Einer zeigt eine von einer Schlange hypnotisierte Figur – eine deutliche Anspielung auf die wachsende Umfragebeliebtheit der AfD. Ein anderer stellt Donald Trump mit Lippenstiftspuren dar und karikiert damit die Versuche, sich seine Gunst zu sichern. Die Veranstalter betonen, dass die Entwürfe Ausgewogenheit anstreben: Sie verbinden Humor, Vielfalt und gesellschaftliche Relevanz, statt reine Kritik zu üben.
Die Karnevalssaison endet am Aschermittwoch, doch schon am 11. November beginnen die Vorbereitungen für die nächste Runde.
Die Wagen des Jahres 2024 spiegeln sowohl lokalen Stolz als auch nationale Debatten wider. Indem sie Themen wie den Aufstieg der AfD oder internationale Politik aufgreifen, halten sie die Tradition der Satire lebendig. Nach dem Ende der Feiern beginnt in weniger als neun Monaten der Countdown zum nächsten Karneval.
