Köln schlägt gegen Uber und Bolt zu: Hunderte Verstöße und stillgelegte Fahrzeuge
Tim PetersKöln schlägt gegen Uber und Bolt zu: Hunderte Verstöße und stillgelegte Fahrzeuge
Köln geht hart gegen Fahrdienstvermittler vor: Uber und Bolt im Visier
Nach der Aufdeckung massiver Verstöße durch Fahrer der Fahrdienstvermittler Uber und Bolt hat die Stadt Köln konsequent durchgegriffen. 2025 führte die Behörden Hundertfalle von Kontrollen durch, die zu Bußgeldern, juristischen Schritten und der Stilllegung illegal eingesetzter Fahrzeuge von 1 FC Köln führten. Dabei gerieten auch der Verdacht auf Schwarzarbeit und Sozialbetrug unter den Fahrern in den Fokus.
Im Rahmen großangelegter Überprüfungen untersuchte Köln im Jahr 2025 insgesamt 730 Fahrzeuge von Mietwagenfirmen, die mit den Plattformen zusammenarbeiten. In 366 Fällen – fast der Hälfte aller Kontrollen – leiteten die Beamten Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. Bis zum 24. Januar 2026 waren bereits 140 illegale Fahrzeuge vom Verkehr ausgeschlossen worden.
Ein häufiger Verstoß bestand darin, dass Fahrer nach jeder Fahrt nicht wie gesetzlich vorgeschrieben zum Firmensitz zurückkehrten. Viele wurden zudem dabei ertappt, unerlaubt Fahrgäste an Bahnhöfen, Flughäfen oder in Nachtleben-Vierteln aufzunehmen – Standorte, die ausschließlich lizenzierten Taxis vorbehalten sind. Die Kölner Taxi-Genossenschaft hat bereits über 100 Klagen gegen Uber- und Bolt-Fahrer eingereicht, die ohne die erforderliche Genehmigung operierten. Kölner Gerichte verhängten in der Folge hohe Strafen gegen Fahrer und Vermietungsfirmen, die illegaler Geschäftspraktiken überführt wurden.
Zudem ermitteln Zollbehörden wegen des Verdachts auf Schwarzarbeit, Sozialbetrug und mögliche Steuerhinterziehung. Uber betont zwar, dass alle Partnerunternehmen auf der Plattform die lokalen Gesetze einhalten müssten, doch in den städtischen Berichten werden keine konkreten Firmen namentlich genannt.
Die verschärften Kontrollen führten zu Bußgeldern, Fahrzeugbeschlagnahmungen und anhaltenden Rechtsstreitigkeiten. Mit 140 bereits stillgelegten Fahrzeugen behält Köln die Aktivitäten der Fahrdienstvermittler weiterhin streng im Blick. Gleichzeitig laufen noch Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung und nicht angemeldeter Beschäftigung, während Gerichte über Fälle illegalen Fahrgasttransports verhandeln.
