26 April 2026, 12:11

Klimaproteste am Flughafen Köln/Bonn: Aktivisten blockieren Startbahn – hohe Kosten drohen

Eine große Gruppe von Menschen sitzt und steht in einem Flughafen während einer Protestaktion, wobei einige Taschen und Papiere halten, während Schilder mit Text, Puppen in Kleidern und Deckenleuchten im Hintergrund zu sehen sind.

Klimaproteste am Flughafen Köln/Bonn: Aktivisten blockieren Startbahn – hohe Kosten drohen

Klimaschutzaktivisten haben in den vergangenen Wochen zweimal den Betrieb am Flughafen Köln/Bonn lahmgelegt. Am 24. Juli klebten sich fünf Demonstranten auf die Startbahn und stoppten so für drei Stunden den Flugverkehr. Eine weitere Aktion am 15. August führte zu zusätzlichen Verzögerungen, als zwei Personen eine Zufahrtsstraße zur Landebahn blockierten.

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Bei dem ersten Vorfall am 24. Juli 2024 hatten sich laut Angaben fünf Klimaschutzaktivisten auf der Startbahn festgeklebt. Der Flugbetrieb musste für drei Stunden eingestellt werden, was erhebliche Verspätungen zur Folge hatte. Der Flughafen Köln/Bonn bezifferte die vorläufigen Schäden durch diese Protestaktion auf etwa 125.000 Euro.

Die Behörden haben inzwischen bei dem Amtsgericht Köln Anklage gegen sechs Beteiligte beider Vorfälle erhoben. Den fünf Aktivisten vom 24. Juli drohen nun Rechnungen in Höhe von jeweils rund 4.100 Euro, während die beiden vom 15. August mit etwa 3.250 Euro pro Person belastet werden. Allen sechs wird Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch vorgeworfen.

Auch die Fluggesellschaft Eurowings, die zu den betroffenen Airlines gehört, kündigte an, Schadensersatzforderungen geltend zu machen. Das Unternehmen schätzt seine Verluste durch die Behinderungen vorläufig auf knapp 284.000 Euro. Die Flughafenbetreiber behalten sich zudem vor, weitere Schadensersatzansprüche zu prüfen. Bisher steht jedoch noch nicht fest, ob es zu einem offiziellen Verfahren kommt – ein Prozesstermin wurde noch nicht anberaumt.

Die Proteste haben zu finanziellen Forderungen gegen die Aktivisten geführt: Es wurden Anklagen erhoben und Entschädigungsansprüche gestellt. Sowohl der Flughafen als auch die Airlines bewerten derzeit noch die vollständigen Auswirkungen der Störungen. Die rechtlichen Schritte laufen weiter, doch konkrete Gerichtstermine stehen noch aus.

Quelle