KI revolutioniert die Fehlererkennung auf Leiterplatten nach dem Verzinnungsprozess
Tim PetersKI revolutioniert die Fehlererkennung auf Leiterplatten nach dem Verzinnungsprozess
Forscher der Bergischen Universität Wuppertal entwickeln ein KI-gestütztes System, um Fehler auf Leiterplatten (PCBs) zu erkennen. Das mit 216.683 Euro vom Bund geförderte Projekt zielt darauf ab, die Qualitätskontrolle nach dem Verzinnungsprozess zu verbessern. Falsche Alarme durch Lichtreflexionen stellen seit Langem eine Herausforderung in dieser Produktionsphase dar.
Das neue Prüfsystem nutzt Aufnahmen aus verschiedenen Winkeln, um irreführende Reflexionen zu minimieren. KI-Algorithmen analysieren diese Bilder anschließend, um Mängel zu identifizieren – ganz ohne vorgegebene Referenzmuster. Dieser Ansatz ermöglicht eine flexiblere und zuverlässigere Fehlererkennung.
An dem Projekt sind die Universität, die Pentagal Chemie und Maschinenbau GmbH sowie der Forscher Jannis Pietruschka beteiligt. Professor Stefan Bracke, Inhaber des Lehrstuhls für Zuverlässigkeitstechnik und Risikoanalyse, leitet die Arbeiten. Sein Team wird den Prototyp auf Genauigkeit testen, bevor er in Pentagals Heißluft-Lötverzinnungsanlagen (HASL) integriert wird.
Die Qualitätskontrollen erfolgen unmittelbar nach der Verzinnung, noch bevor Bauteile auf die Platten aufgebracht werden. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) fördert die auf zwei Jahre angelegte Initiative.
Sobald das System finalisiert ist, wird es in die Produktionslinien von Pentagal eingebunden. Die KI-gestützten Prüfungen sollen Fehler reduzieren und die Effizienz in der Leiterplattenfertigung steigern. Tests und Integration sind für die kommenden Monate geplant.






