27 January 2026, 10:11

Ingolstadt kämpft mit 158-Millionen-Loch: Kann der Haushalt bis 2034 gerettet werden?

Ein Stadtplanplakat mit einem Fluss, betitelt "Plan von Bellevue by Canstadt".

Ingolstadt kämpft mit 158-Millionen-Loch: Kann der Haushalt bis 2034 gerettet werden?

Ingolstadts Stadtrat kämpft mit neuem Haushaltsplan gegen die wachsende Finanzkrise

Der Haushalt der Stadt Ingolstadt weist für dieses Jahr ein Defizit von 158 Millionen Euro aus – und ohne grundlegende Änderungen droht die Schuldenlast weiter zu steigen. Oberbürgermeisterin Miriam Scherff (SPD) und Finanzdezernent Thorsten Bunte haben ein ehrgeiziges Ziel ausgegeben: Innerhalb des nächsten Jahrzehnts soll der Haushalt ausgeglichen werden.

Der Plan der Stadtverwaltung setzt vor allem auf Kostensenkungen, ohne die Steuern drastisch zu erhöhen. Die Gewerbesteuer bleibt stabil, doch Gebühren – etwa für Spielautomaten – könnten steigen. Ein wichtiger Faktor für die Entlastung des Haushalts ist der erwartete Ruhestand von rund 1.400 Beschäftigten der Babyboomer-Generation in den kommenden Jahren.

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Im Bereich der Sozialleistungen soll der Schwerpunkt auf präventive Maßnahmen verlegt werden, um langfristig Ausgaben zu reduzieren. Auch die Digitalisierung der Verwaltung steht zur Debatte, doch eine umfassende Strukturreform hat bisher keine Fraktion konkret vorgeschlagen. Trotz aller Bemühungen räumen die Verantwortlichen ein: Ohne Unterstützung vom Bund wird Ingolstadt seine finanziellen Probleme nicht in den Griff bekommen.

Nun muss der Rat über die Vorschläge beraten und konkrete Schritte beschließen. Ohne Gegenmaßnahmen wird die Verschuldung weiterwachsen – und der Stadt bleiben immer weniger Spielräume, um wichtige Dienstleistungen zu finanzieren.

Das Konsolidierungsprogramm zielt darauf ab, die Finanzen Ingolstadts zu stabilisieren und die Handlungsfähigkeit der Stadt zu erhalten. Die Politiker müssen sich auf Strategien einigen – von digitalen Reformen bis zu gezielten Ausgabenkürzungen. Der Erfolg hängt dabei sowohl von lokalen Entscheidungen als auch von externer Hilfe ab, um weitere Haushaltslöcher zu vermeiden.