17 June 2026, 18:26

IMK verzichtet auf neue Maßnahmen gegen Gewalt in Fußballstadien trotz Pyrotechnik-Vorfällen

Bericht: IMK verschiebt Entscheidung zu Pyrotechnik in Stadien

IMK verzichtet auf neue Maßnahmen gegen Gewalt in Fußballstadien trotz Pyrotechnik-Vorfällen

Die Innenministerkonferenz (IMK) hat beschlossen, keine neuen Maßnahmen gegen gewalttätige Ausschreitungen in Fußballstadien einzuführen. Diese Entscheidung fällt trotz der jüngsten Vorfälle beim DFB-Pokalfinale im Mai. Die Thematik der Pyrotechnik soll nun zu einem späteren Zeitpunkt erörtert werden.

Die Arbeitsgruppe „Fußball ohne Gewalt“ der IMK bestätigte, dass kein Plan für eine strengere Durchsetzung des Pyrotechnik-Verbots vorgelegt werde. In ihrem Bericht wird die konsequente Ahndung von Verstößen als zentrales Anliegen hervorgehoben, gleichzeitig heißt es jedoch, dass es keine alleinige Lösung für das Problem gebe. Vereine argumentieren, dass umfassende Kontrollen praktisch nicht umsetzbar seien.

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) zeigte sich unzufrieden mit dem ausbleibenden Fortschritt. Er kritisierte den Schiedsrichter, das DFB-Pokalfinale trotz Pyrotechnik-Einsatz nicht abgebrochen zu haben. Reul forderte zudem schärfere Vereinskontrollen, darunter Durchsuchungen in Ultra-Fan-Bereichen, bei Fahrzeugen sowie einen Ausbau der Videoüberwachung.

Trotz der jüngsten Zwischenfälle hält die IMK an ihrer Haltung fest. Die Arbeitsgruppe räumte zwar die von Pyrotechnik ausgehenden Sicherheitsrisiken ein, verschob die weitere Behandlung des Themas jedoch auf die Herbstkonferenz. Vorerst wird die IMK keine weiteren Schritte einleiten. Die Debatte über Pyrotechnik und Stadion-Sicherheit wird in den kommenden Monaten fortgesetzt. Vereine und Behörden bleiben uneins, wie die anhaltenden Herausforderungen zu bewältigen sind.

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