06 June 2026, 18:07

IHK kritisiert Bürokratie und marode Infrastruktur – Politik bleibt fern

IHK-Präsidium warnt vor Geschäftsüberlastung durch zunehmende Bürokratie

IHK kritisiert Bürokratie und marode Infrastruktur – Politik bleibt fern

Die Bergische Industrie- und Handelskammer (IHK) hat kürzlich ein Treffen mit lokalen Abgeordneten abgehalten, um die wachsenden Sorgen über Bürokratie und Verkehrsprobleme zu erörtern. Vertreter der Wirtschaft betonten, wie übermäßige behördliche Hürden und marode Infrastruktur die regionale Wirtschaft belasten. Bei der Veranstaltung kam es zudem zu politischen Auseinandersetzungen über die Teilnahme und die Verantwortung für Lösungsansätze.

Die Vollversammlung der IHK hatte zuvor mit großer Mehrheit für den Dialog mit allen gewählten Vertretern gestimmt. Dennoch nahmen Abgeordnete von SPD und Grünen aus politischen Gründen nicht teil. Vertreter der CDU hatten ihre Teilnahme zunächst zugesagt, sagten dann aber kurzfristig ab.

Während der Diskussionen kritisierte IHK-Präsident Henner Pasch die zögerliche Reaktion der Behörden. Er wies darauf hin, dass Unternehmen zunehmend mehr Zeit und Geld aufwenden müssten, um neue bürokratische Anforderungen zu erfüllen – statt sich auf Wachstum konzentrieren zu können. Pasch äußerte zudem Besorgnis über den sich verschlechternden Zustand der Verkehrsinfrastruktur und die Verzögerungen bei dringend notwendigen Sanierungen.

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Marcel Hafke (FDP) und Dr. Hartmut Beucker (AfD) unterstützten die Sorgen der Wirtschaft. Beide betonten, dass viele der Probleme – etwa in der Energiepolitik oder bei der Infrastrukturfinanzierung – Lösungen auf Bundes- und EU-Ebene erforderten. Thematisiert wurde auch die Notwendigkeit einer stabilen und bezahlbaren Energieversorgung für Unternehmen und Privathaushalte.

Für die Zukunft kündigte die IHK eine Podiumsdiskussion zu den Europawahlen 2024 an und setzt damit ihre Bemühungen fort, den Austausch zwischen Wirtschaft und Politik zu stärken.

Das Treffen endete mit Frustration über die politischen Abwesenheiten und die anhaltenden Herausforderungen durch Bürokratie. Unternehmen in der Region kämpfen mit höheren Kosten und betrieblichen Hindernissen aufgrund langsamer Infrastrukturinstandsetzungen und komplexer Vorschriften. Die geplante Veranstaltung der IHK zu den Europawahlen deutet auf weitere Initiativen hin, um die Kluft zwischen wirtschaftlichen Erfordernissen und politischen Entscheidungen zu überbrücken.

Quelle