Gil Ofarim holt überraschend die Dschungelkrone – trotz Skandal und Kritik
Tim PetersErster Skandal, jetzt die Krone: Gil Ofarim siegt im Dschungelcamp - Gil Ofarim holt überraschend die Dschungelkrone – trotz Skandal und Kritik
Gil Ofarim hat die 2026er-Staffel von "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!" in Deutschland gewonnen. Der Sänger sicherte sich die Dschungelkrone sowie ein Preisgeld von 100.000 Euro – und das nach einer umstrittenen Teilnahme an der Show. Sein Sieg zählt zu den überraschendsten Momenten der Sendegeschichte.
Ofarim dominierte den Wettbewerb von Anfang an und führte die Rangliste des "Dschungelkönigs" ab dem ersten Tag an. Trotz Kritik von Mitbewerbern meisterte er die Dschungelprüfungen mit Bravour und behielt seine Stärke bei, selbst als sich die Gruppe zunehmend von ihm abgrenzte. Am Ende stand das Publikum hinter ihm: In der Finalnacht gab es die meisten Anruferstimmen seit dem Start der Show im Jahr 2004.
Seine Teilnahme war jedoch schon lange vor dem Finale umstritten. Der Antisemitismus-Skandal von Leipzig 2021 – später als falsche Anschuldigung gegen einen Hotelmitarbeiter entlarvt – wurde während seines Dschungelaufenthalts erneut thematisiert. Ein Gerichtsverfahren 2023 bestätigte, dass Ofarim falsche Vorwürfe erhoben hatte, was zu Entschädigungszahlungen an das Opfer und die jüdische Gemeinde führte. In der Show sorgten seine Körpersprache und vermeintliche Widersprüche für zusätzliches Misstrauen und vertieften die öffentliche Skepsis.
Ofarim selbst gab zu, täglich mit seinem Rauswurf gerechnet zu haben. Doch im Finale holte er die meisten Zuschauerstimmen – ein polarisierender, aber zweifellos spektakulärer Abschluss seiner Reise.
Der Sieg fällt in eine Phase, in der Ofarims Ruf in Deutschland weiter leidet. Seine Zeit im Dschungelcamp befeuerte erneut Debatten über sein früheres Verhalten und seine Glaubwürdigkeit. Trotz aller Kontroversen setzten sich seine Leistungen in den Prüfungen und die rekordverdächtige Zuschauerresonanz durch – und machten ihn zum diesjährigen Sieger.
