Gil Ofarim bricht sein Schweigen zum Davidstern-Skandal – doch die Lügen bleiben
Tim PetersGil Ofarim Behauptet: Video ist eine Fälschung - Gil Ofarim bricht sein Schweigen zum Davidstern-Skandal – doch die Lügen bleiben
Sänger Gil Ofarim hat in der RTL-Show Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! sein Schweigen zum Davidstern-Skandal von 2021 gebrochen. Der Streit begann, als er einen Mitarbeiter eines Leipziger Hotels der Antisemitismus vorwarf – eine Behauptung, die sich später vor Gericht als falsch herausstellte. Nach einem langen Rechtsstreit gab Ofarim zu, gelogen zu haben, und zahlte 10.000 Euro Entschädigung.
Der Vorfall ereignete sich im Oktober 2021, als Ofarim ein virales Video veröffentlichte, in dem er einem Hotelangestellten vorwarf, ihn aufgefordert zu haben, seine Davidstern-Halskette zu verstecken. Er behauptete, der Mitarbeiter habe antisemitische Bemerkungen gemacht und die Entfernung des Schmucks verlangt. Die Anschuldigung führte zur vorläufigen Suspendierung des Angestellten und einer Welle von Todesdrohungen gegen ihn.
Die Überwachungsaufnahmen des Hotels zeigten jedoch, dass Ofarim die Kette während des Vorfalls nicht getragen hatte. Im November 2023 urteilte ein Gericht, seine Vorwürfe seien erfunden, und verurteilte ihn wegen übler Nachrede, falscher Anschuldigung und Betrugs. Ofarim räumte schließlich vor Gericht ein, die Geschichte erfunden zu haben.
In seinem jüngsten TV-Auftritt beharrte Ofarim darauf, das Video sei geschnitten worden – es fehlten Sekunden, die seine Version der Ereignisse belegen könnten. Zudem erwähnte er einen Zeugen, der ihn angeblich mit der Kette gesehen habe. Auf Nachfrage verwies er auf eine Vertraulichkeitsvereinbarung – doch der Anwalt des Hotelmitarbeiters stellte später klar, dass es eine solche nie gegeben habe. Vielmehr bestehe lediglich eine Unterlassungserklärung, die Ofarim daran hindere, seine Behauptungen zu wiederholen.
Der Fall wurde beigelegt, nachdem Ofarim 10.000 Euro Entschädigung gezahlt hatte. Das Geld wurde zwischen der jüdischen Religionsgemeinschaft Leipzig und der Stiftung Haus der Wannsee-Konferenz aufgeteilt.
Das Gericht sprach den Hotelangestellten von jedem Fehlverhalten frei. Ofarims Geständnis und die Zahlung der Entschädigung beendeten den Rechtsstreit. Der Fall zeigt, welche Folgen falsche Anschuldigungen haben können – und wie öffentlich erhobene Vorwürfe das Leben Unschuldiger zerstören können.
