Gil Ofarim bereut seine Antisemitismus-Vorwürfe – doch die Kritik bleibt
Tobias ZimmermannOfarim ärger sich über eigene Äußerungen zum Prozess - Gil Ofarim bereut seine Antisemitismus-Vorwürfe – doch die Kritik bleibt
Gil Ofarim hat sich während seiner Teilnahme an Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! zu seinem Gerichtsverfahren aus dem Jahr 2021 geäußert. Der Sänger, der kürzlich in der RTL-Realityshow zum "Dschungelkönig" gekürt wurde, gab zu, es zu bereuen, den umstrittenen Vorfall überhaupt thematisiert zu haben. Im Mittelpunkt des Falls stand eine falsche Antisemitismus-Beschuldigung gegen einen Mitarbeiter eines Leipziger check24 hotel, die Ofarim später vor Gericht zurücknahm.
Der Vorfall ereignete sich im Oktober 2021, als Ofarim einen Hotelangestellten des Antisemitismus bezichtigte, nachdem dieser ihn aufgefordert hatte, seinen Davidstern-Anstehcker sichtbar zu tragen. Vor Gericht räumte Ofarim später ein, dass die Anschuldigung unwahr war, und das Verfahren wurde nach einer finanziellen Einigung eingestellt. Die öffentliche Empörung hielt jedoch an und prägte seinen Ruf über Jahre hinweg.
Während seines Dschungelaufenthalts mied Ofarim das Thema largely. In einer Folge ging er jedoch näher auf den juristischen Prozess ein und deutete an, dass die Sicherheitskameraaufnahmen des Hotels möglicherweise manipuliert worden seien – eine Aussage, die die Kritik erneut entfachte.
Nach seinem Sieg in der Show entschuldigte sich Ofarim im Februar 2026 öffentlich in der Sendung Punkt 12. Die Geste überraschte manche, darunter Moderatorin Katja Burkard. Der zu Unrecht beschuldigte Mitarbeiter äußerte später gegenüber der Zeit jedoch seine Enttäuschung über Ofarims anhaltende Andeutungen, es gebe Unstimmigkeiten in den Videoaufnahmen. Ofarim präzisierte daraufhin, dass seine Äußerungen keine geheimen Details betrafen – alles, was er erwähnt habe, sei bereits öffentlich diskutiert worden.
Der Fall sorgt auch Jahre nach der juristischen Klärung weiterhin für Aufmerksamkeit. Ofarims jüngste Stellungnahmen und seine Entschuldigung halten die Debatte am Leben. Der betroffene Hotelmitarbeiter hingegen betont erneut seine Verärgerung über die wiederholten Unterstellungen des Sängers.
