29 April 2026, 16:19

Gewalt am Arbeitsplatz: Wie Branchen gemeinsam gegen Aggression kämpfen

Gruppe von Männern in blauen Hemden und gelben Helmen, die an Maschinen arbeiten, einer sprüht Wasser auf den Boden in einer Fabrikumgebung mit sichtbaren Rohren, Fenstern und Lichtern.

Gewalt am Arbeitsplatz: Wie Branchen gemeinsam gegen Aggression kämpfen

Gewalt gegen Beschäftigte bleibt ein drängendes Problem – in Schulen ebenso wie in Krankenhäusern oder im Straßenbau. Am Dienstag, dem 8. Juli 2025, veranstaltete das Präventionsnetzwerk #SicherImJob eine Online-Diskussion unter dem Titel SAFE HOUR, um diese Herausforderungen zu thematisieren. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie verschiedene Berufsgruppen gemeinsam aggressives Verhalten am Arbeitsplatz wirksamer bekämpfen können.

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Die Veranstaltung mit dem Titel Netzwerk im Fokus: Chancen und Synergien der berufsübergreifenden Zusammenarbeit brachte Expertinnen und Experten aus Bildung, Gesundheitswesen und öffentlichem Dienst zusammen. Ulrike Purz, Schulleiterin der Gesamtschule Buer-Mitte, schilderte die täglichen Bedrohungen, verbale Angriffe und den wachsenden Respektverlust in Schulen. Dr. Norman Hecker, Chefarzt am Evangelischen Klinikum Gelsenkirchen, berichtete unterdessen von der Belastung des Rettungspersonals, das regelmäßig sowohl mit verbalen als auch körperlichen Übergriffen konfrontiert wird.

Dr. Sascha Kaiser, Direktor bei Strassen.NRW, wies auf die Spannungen im Straßenbau hin – insbesondere bei Aufgaben wie Vegetationspflege oder der Absicherung von Baustellen. Christian Bredau von der Kriminalpräventiven Beratungs- und Opferhilfestelle der Polizei Gelsenkirchen gab praktische Hinweise zum Umgang mit Gewaltvorfällen in verschiedenen Bereichen.

Die Teilnehmenden betonten, dass nachhaltige Lösungen nur im Miteinander gelingen können. Gelsenkirchen hat bereits Initiativen ergriffen, etwa den Runden Tisch zur Gewaltprävention, um die Zusammenarbeit zwischen Schulen und kommunalen Behörden zu stärken. Die Veranstalter kündigten an, dass die Reihe SAFE HOUR fortgesetzt wird; weitere Termine sind unter www.safeatwork.nrw abrufbar.

Deutlich wurde: Arbeitsplatzgewalt trifft Branchen auf unterschiedliche Weise. Durch den Austausch von Strategien und die Vernetzung über Berufsgruppen hinweg wollen Fachleute sicherere Arbeitsumfelder schaffen. Die kommenden Ausgaben der SAFE HOUR-Reihe werden diese Bemühungen vertiefen.

Quelle